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Nvidia Aktie: Rubin als Treiber

Nvidia bestätigt die Produktion der nächsten GPU-Generation Vera Rubin für 2026. Analysten sehen weiteres Aufwärtspotenzial trotz hoher Kursziele und steigender institutioneller Nachfrage.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Vollproduktion der Rubin-Generation bestätigt
  • Jefferies erhöht Kursziel auf 275 US-Dollar
  • Institutionelle Investoren bauen Positionen aus
  • Hohe Bruttomargen und starke Auftragspipeline

Nvidia steht an einem spannenden Punkt im aktuellen KI-Zyklus. Während der Kurs zuletzt eher seitwärts lief, verdichten sich die Signale, dass die nächste Produktgeneration die Wachstumsgeschichte verlängern könnte. Entscheidend ist dabei vor allem die bestätigte Produktion der neuen „Vera Rubin“-Chips – und die Frage, ob Nvidia den Übergang von Blackwell zu Rubin ohne Bruch schafft. Genau hier setzen Analysten und Großanleger mit ihren Erwartungen an.

Analysten bleiben optimistisch

Trotz der jüngsten Konsolidierung bleibt die Stimmung großer Häuser klar positiv. Jefferies hat sein Kursziel für Nvidia von 250 auf 275 US‑Dollar angehoben und das „Buy“-Rating bestätigt. Aus Sicht der Analysten signalisiert das weiterhin deutliches Aufwärtspotenzial gegenüber dem aktuellen Kursniveau.

Begründet wird dieser Optimismus vor allem mit der anhaltend hohen Nachfrage nach KI-Infrastruktur. Nach Einschätzung von Jefferies übersteigt der Bedarf an Rechenleistung das Angebot voraussichtlich bis weit ins Geschäftsjahr 2027 hinein. Das sorgt für Planungssicherheit beim Ausbau von Rechenzentren – und damit für gut gefüllte Auftragsbücher bei Nvidia.

Auf der technischen Seite fällt das Bild dagegen etwas vorsichtiger aus. Dienste wie StockInvest haben die Aktie kurzfristig auf „Hold/Accumulate“ zurückgestuft. Aus charttechnischer Sicht braucht es einen klaren Ausbruch über den Widerstand bei 190 US‑Dollar, um die jüngste Rally im kurzen Zeitfenster wieder zu beleben.

Rubin bestätigt – die nächste KI-Welle

Der entscheidende Impuls für die mittelfristige Bewertung kommt derzeit von der Produktseite. Nach Aussagen auf der CES 2026 ist inzwischen bestätigt, dass die nächste GPU-Generation „Vera Rubin“ in die Vollproduktion gegangen ist. Das Management peilt eine Markteinführung in der zweiten Jahreshälfte 2026 an.

Für Investoren, die bereits über den aktuellen Blackwell-Zyklus hinausdenken, ist das ein zentrales Signal. Nvidia rechnet damit, dass die gebuchten Aufträge für KI-Chips – inklusive Blackwell und Rubin – die Marke von 500 Milliarden US‑Dollar übersteigen werden. Diese Pipeline deutet darauf hin, dass der oft kritische Übergang zwischen zwei Hardware-Generationen diesmal deutlich geordneter verlaufen könnte, als der Markt zunächst befürchtet hatte.

Trotz steigender Kosten auf der Inputseite sehen Analysten wie Goldman Sachs Nvidia in einer komfortablen Position. Das Unternehmen soll seine Bruttomargen im Verlauf des Jahres 2026 im Bereich der mittleren 70‑Prozent-Spanne halten können. Für einen Hardware-Anbieter sind solche Margenniveaus ein klares Zeichen für starke Preissetzungsmacht.

Institutionelle Investoren bauen aus

Auf der Eigentümerseite zeigen die jüngsten Meldungen eine fortgesetzte Nachfrage institutioneller Adressen. Im dritten Quartal hat Glass Wealth Management seine Position in Nvidia um 8,9 % erhöht. Gateway Investment Advisers legte noch stärker zu und steigerte den Bestand um knapp 24 %. Nvidia ist dort inzwischen die größte Einzelposition im Portfolio.

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Diese Käufe wirken stützend auf den Kurs und dämpfen die Wirkung zuletzt gemeldeter Insider-Verkäufe. Zwar haben einige Führungskräfte planmäßige Aktienverkäufe umgesetzt, insgesamt überwiegt aber der Aufbau durch große Fonds. Das lässt darauf schließen, dass bedeutende Marktteilnehmer den nächsten Wachstumsschub im KI-Infrastrukturbereich antizipieren.

Kennzahlen und Marktlage im Überblick

Nvidia notierte am Freitag bei 186,23 US‑Dollar und liegt damit nur gut zwei Prozent unter dem jüngsten 52‑Wochen-Hoch. Auf Sicht von 30 Tagen steht ein Plus von rund 28 % zu Buche – ein Hinweis darauf, wie schnell sich die Stimmung trotz zwischenzeitlicher Schwankungen wieder aufgehellt hat.

Einige zentrale Daten, die das aktuelle Bild abrunden:

  • Jefferies-Kursziel: 275 US‑Dollar
  • Prognostizierte Q4-Umsätze: rund 65 Mrd. US‑Dollar
  • Letzter gemeldeter Q3-Umsatz: 57 Mrd. US‑Dollar (+62 % gegenüber dem Vorjahr)
  • Nächste große Produktgeneration: „Vera Rubin“ (Vollproduktion bestätigt, Marktstart H2 2026)

Charttechnisch bewegt sich die Aktie derzeit in einer relativ klar definierten Spanne zwischen 180 und 190 US‑Dollar. Der RSI von 63 signalisiert eine robuste, aber noch nicht extrem überkaufte Marktlage. Der Kurs liegt spürbar über den 50‑, 100‑ und 200‑Tage-Durchschnitten, was den übergeordneten Aufwärtstrend untermauert.

Ausblick: Quartalszahlen und Geopolitik im Fokus

Der Blick der Märkte richtet sich nun auf den anstehenden Quartalsbericht zum vierten Quartal. Nvidia selbst peilt Umsätze von etwa 65 Milliarden US‑Dollar an. Würde diese Marke erreicht, wäre das eine weitere Beschleunigung gegenüber dem ohnehin sehr starken dritten Quartal und würde die massiven Investitionen der Cloud-Anbieter in KI-Rechenzentren zusätzlich bestätigen.

Ganz ohne Risiken ist der Ausblick jedoch nicht. Die neue US‑Zollabgabe von 25 % auf bestimmte Hochleistungschips für den Export nach China schafft zusätzliche Unsicherheit. Nvidia hat zwar klargestellt, dass chinesische Kunden H200-Chips nicht vorfinanzieren müssen, was mögliche Reibungen im Vertrieb reduziert. Dennoch bleibt der regulatorische Druck ein Faktor, der die mittelfristige Planung – insbesondere mit Blick auf das Geschäftsjahr 2027 – beeinflussen kann.

Unterm Strich bleibt Nvidia mit bestätigter Rubin-Roadmap, prall gefüllter Auftrags-Pipeline, hoher Profitabilität und deutlicher Unterstützung durch institutionelle Investoren klar auf Wachstumskurs. Die kommenden Wochen dürften vor allem zeigen, ob die Q4-Zahlen und mögliche neue Aussagen zum Rubin-Launch die Aktie nachhaltig über den Widerstand im Bereich von 190 US‑Dollar tragen und damit den nächsten Abschnitt des KI-Infrastrukturbooms einläuten.

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