Acht Handelstage in Folge im Plus — das hat Nvidia zuletzt im November 2023 geschafft. Ein Plus von 14% in dieser Spanne klingt beeindruckend. Weniger beeindruckend: Ähnliche Serien endeten in der Vergangenheit regelmäßig mit vollständiger Kurskorrektur.
TSMC liefert den Funken
Den unmittelbaren Anstoß für die Rally gab Nvidias wichtigster Fertigungspartner. Taiwan Semiconductor meldete vorläufig einen Rekordumsatz von rund 35,6 Milliarden Dollar im ersten Quartal — ein Anstieg von 35% gegenüber dem Vorjahr. Die Zahlen übertrafen die Erwartungen deutlich und signalisierten anhaltend starke Nachfrage nach KI-Chips.
Besonders bemerkenswert: Nvidia hat Apple als größten TSMC-Kunden abgelöst und steht nun für rund 22% des TSMC-Umsatzes. KI-Beschleuniger sind deutlich komplexer und teurer in der Herstellung als Smartphone-Chips — was sich direkt in höheren Erlösen pro Chip für den Auftragsfertiger niederschlägt.
Starke Zahlen, bekanntes Muster
Nvidias eigene Fundamentaldaten stützen die Kursbewegung: Im Geschäftsjahr 2026 erzielte das Unternehmen einen Gesamtumsatz von 215,9 Milliarden Dollar, ein Plus von 65%. Das Rechenzentrumsgeschäft allein wuchs um 68% auf 193,7 Milliarden Dollar.
Marktbeobachter mahnen jedoch zur Vorsicht. Im Oktober 2025 legte Nvidia über fünf Handelstage rund 15% zu — und gab anschließend sämtliche Gewinne wieder ab. Das Muster wiederholte sich mehrfach im Jahresverlauf: Positive Meldungen von Zulieferern oder Hyperscalern lösten kurzfristige Kurssprünge aus, die sich anschließend nicht hielten. Auch die aktuelle Bewegung ist kein Nvidia-spezifisches Phänomen — Konkurrent Intel stieg im gleichen Zeitraum sogar rund 50%.
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Japanische Subventionen als Gegenwind
Ein neues geopolitisches Thema trübt das Bild. Japan hat Subventionen in Höhe von vier Milliarden Dollar genehmigt, um die heimische KI-Chipproduktion zu fördern und Importe zu reduzieren. Das Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie plant zudem, die staatliche Förderung für Halbleiter und KI auf rund 1,23 Billionen Yen — umgerechnet etwa 7,9 Milliarden Dollar — für das laufende Fiskaljahr nahezu zu vervierfachen. Für Nvidia bedeutet das potenziellen Druck auf die Absatzzahlen in einer wichtigen Region.
Blackwell ausverkauft, Vera Rubin wartet
Auf der Angebotsseite bleibt die Lage angespannt: Blackwell-Systeme sind bis Mitte 2026 vollständig ausverkauft, die Nachfrage übersteigt das verfügbare Angebot erheblich. Nvidia bereitet Kunden bereits auf die nächste Produktgeneration — Vera Rubin — vor und setzt damit auf einen kontinuierlichen Upgrade-Zyklus.
Analysten erwarten für das laufende Jahr ein Umsatzwachstum von 30%. Die Hyperscaler-Investitionen in KI-Infrastruktur sollen 2026 einen neuen Rekord erreichen. Wie nachhaltig die aktuelle Kursbewegung ist, wird der vollständige TSMC-Quartalsbericht zeigen — insbesondere, ob das Unternehmen enge Kapazitäten bis 2027 bestätigt. Der Options-Markt jedenfalls signalisiert wachsende Zurückhaltung: Das Put-Call-Verhältnis stieg von 0,53 auf 0,78, was auf zunehmende Absicherungsaktivität vor dem Mai-Ergebnis hindeutet.
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