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Nvidia Aktie: PCE-Daten am 28. Mai als Wendepunkt

Nach Rekordzahlen rückt der US-PCE-Inflationsindex in den Fokus. Analysten sehen hohes Kurspotenzial für Nvidia.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Fokus auf US-Inflationsdaten am 28. Mai
  • Nvidia investiert Milliarden in KI-Startups
  • Analysten erhöhen Kursziele deutlich
  • Aktienrückkaufprogramm über 80 Milliarden Dollar

Nvidia hat die Rekordzahlen geliefert. Jetzt verschiebt sich der Blick vom Ergebnisrausch auf den nächsten externen Taktgeber: die US-Inflation. Die verkürzte Handelswoche könnte zeigen, wie belastbar die jüngste Neubewertung des KI-Giganten wirklich ist.

Am Freitag ging die Nvidia-Aktie in Euro bei 185,46 Euro aus dem Handel, ein Minus von 1,83 Prozent; auf Wochensicht steht ein Rückgang von 4,34 Prozent.

Inflationsdaten rücken nach vorn

Die US-Börsen bleiben am Montag wegen Memorial Day geschlossen. Der Handel startet am Dienstag in eine verkürzte Woche, der wichtigste Termin folgt am 28. Mai mit dem PCE-Preisindex.

Ökonomen rechnen für den April mit einem monatlichen Anstieg von 0,4 Prozent. Die Jahresrate würde damit auf 3,8 Prozent steigen. Für Wachstumswerte wie Nvidia ist das relevant, weil der PCE-Index als bevorzugtes Inflationsmaß der Fed direkt auf die Zinserwartungen wirkt.

Parallel kommt die zweite Schätzung zum US-Bruttoinlandsprodukt für das erste Quartal. Damit erhält der Markt ein breiteres Bild: Wie hartnäckig bleibt die Inflation, und wie robust wächst die US-Wirtschaft noch? Genau diese Kombination entscheidet oft über die Bewertung hochpreisiger Tech-Aktien.

Nvidia baut das KI-Ökosystem aus

Operativ bleibt die KI-Story stark. Nvidia meldete zuletzt einen Umsatz von 81,6 Milliarden Dollar. Auffällig ist aber auch die Kapitalallokation: Das Unternehmen steckte im jüngsten Quartal rund 18,6 Milliarden Dollar in Venture-Investments.

Das ist mehr als eine Nebenmeldung. Nvidia baut damit sein Partnernetzwerk aus und positioniert sich stärker als Anbieter kompletter KI-Infrastruktur, nicht nur als Chip-Lieferant. Der Konzern verankert sich tiefer in Software, Plattformen und Rechenzentrumsarchitektur.

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Hinzu kommt eine neue Vereinbarung mit dem US-Verteidigungsministerium. Sie regelt die rechtmäßige Nutzung von Nvidia-Technologie für Anwendungen der nationalen Verteidigung. Damit öffnet sich ein weiterer Nachfragekanal jenseits der großen Cloud-Konzerne.

Wall Street bleibt offensiv

Nach dem Quartalsbericht haben mehrere Analysten ihre Erwartungen deutlich nach oben geschoben. Die Kursziele liegen teils weit über dem jüngsten Schlusskurs in den USA.

  • Baird: Kursziel 500 Dollar.
  • Evercore ISI: Kursziel 413 Dollar.
  • Analystenkonsens: 294,22 Dollar bei 62 erfassten Experten, rund 36 Prozent impliziertes Aufwärtspotenzial.

Am Markt gilt die Marke von 250 Dollar als nächster großer Prüfstein. Dafür bräuchte die Aktie etwa 14 Prozent Kursgewinn; Nvidia würde damit in den Kreis der Unternehmen mit rund 6 Billionen Dollar Börsenwert vorstoßen.

Unterstützung erhält diese Fantasie durch die Prognose des Managements. Für das laufende Quartal peilt Nvidia 91 Milliarden Dollar Umsatz an. Der Hochlauf der Plattformen Blackwell 300 und Vera Rubin bleibt dabei ein zentraler Treiber.

Technisch liegt eine wichtige Unterstützung im Bereich von 215 Dollar. Das in dieser Woche autorisierte Aktienrückkaufprogramm über 80 Milliarden Dollar kann zusätzlich als langfristiges Nachfragepolster wirken, ersetzt aber keine makroökonomische Entlastung.

Der nächste klare Impuls kommt am 28. Mai. Fallen PCE-Daten und BIP-Schätzung zinssensiblen Tech-Werten in die Karten, könnte Nvidia die Konsolidierung nach den Rekordzahlen zügig hinter sich lassen; bei heißeren Inflationsdaten rückt die Unterstützung um 215 Dollar wieder näher.

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