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Nvidia Aktie: Massive Unterbewertung

Nvidia notiert trotz acht positiver Handelstage und starker Umsätze mit einem KGV unter dem historischen Median. Aktienrückkäufe und Branchenevents bieten weiteren Rückenwind.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Acht aufeinanderfolgende Gewinnsitzungen für den KI-Pionier
  • KGV von 38,5 deutlich unter historischem Fünfjahresmedian
  • Rekordumsatz von 215,9 Milliarden US-Dollar im Geschäftsjahr 2026
  • 58,5 Milliarden US-Dollar für Aktienrückkäufe verfügbar

Während große Hedgefonds im April massiv Kapital aus dem Tech-Sektor abzogen, trotzt der KI-Pionier dem allgemeinen Markttrend. Die längste ununterbrochene Gewinnserie seit zwei Jahren markiert eine deutliche Gegenbewegung zu diesen institutionellen Abflüssen. Eine Kombination aus fundamentaler Stärke und einer überraschend niedrigen Bewertung rückt nun wieder in den Fokus der Anleger.

Nach acht positiven Handelstagen in Folge schloss der Titel am Freitag bei 160,26 Euro. Dieser jüngste Aufschwung drückt den Kurs nahe an die obere Begrenzung einer hartnäckigen Handelsspanne. Interessant ist dabei der Blick auf die Bewertung: Trotz eines Kursplus von fast 67 Prozent auf Jahressicht wird das Unternehmen aktuell mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 38,5 gehandelt. Dieser Wert liegt signifikant unter dem historischen Fünf-Jahres-Median von über 62. Einige Bewertungsmodelle signalisieren daher einen erheblichen Abschlag zum fairen Wert.

Rekordumsätze stützen den Kurs

Die Basis für diese robuste Entwicklung bilden die jüngsten Geschäftszahlen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2026 kletterte der Umsatz um 65 Prozent auf den Rekordwert von 215,9 Milliarden US-Dollar. Allein das Rechenzentrums-Geschäft steuerte im Schlussquartal über 62 Milliarden US-Dollar bei. Zusätzlich stützt das Management den Kurs aktiv. Mit einem verbleibenden Volumen von 58,5 Milliarden US-Dollar für Aktienrückkäufe verfügt der Konzern über massiven Spielraum für Kapitalrückflüsse an die Aktionäre.

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Termine im Fokus

In der kommenden Woche stehen mehrere branchenspezifische Ereignisse an, die weitere Impulse für den KI- und Daten-Sektor liefern:

  • 14. April: Auftritt beim AWS Life Sciences Symposium in New York mit Fokus auf beschleunigte Rechenanwendungen in der Biotechnologie.
  • 14. April: Erweiterung des Cloud-Gaming-Dienstes GeForce NOW durch den Titel „Replaced“.
  • Nachwirkungen: Auswertung der kürzlich beendeten National Robotics Week bezüglich neuer „Physical AI“-Forschung.

Mit dem Rückenwind der jüngsten Gewinnserie steuert der Titel direkt auf die obere Begrenzung seiner monatelangen Handelsspanne zu. Das anstehende AWS-Symposium am Dienstag liefert den nächsten konkreten Anlass, bei dem das Unternehmen seine Fortschritte im wachsenden Biotechnologie-Sektor präsentieren wird.

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Diskussion zu Nvidia

Felix Baarz

Felix Baarz ist Wirtschaftsjournalist mit mehr als 15 Jahren Erfahrung in der Berichterstattung über internationale Finanzmärkte. Als gebürtiger Kölner begann er seine Laufbahn bei einer deutschen Fachpublikation, bevor er für sechs Jahre nach New York zog.

In New York berichtete er direkt aus dem Zentrum der globalen Finanzwelt über Entwicklungen an der Wall Street und wirtschaftspolitische Entscheidungen von internationaler Tragweite. Diese Zeit prägte seine analytische Herangehensweise an komplexe Wirtschaftsthemen.

Heute arbeitet Baarz als freier Journalist für führende deutschsprachige Wirtschafts- und Finanzmedien. Seine Schwerpunkte liegen auf der fundierten Analyse globaler Finanzmärkte und der verständlichen Aufbereitung wirtschaftspolitischer Zusammenhänge. Neben seiner schriftlichen Arbeit moderiert er Fachdiskussionen und nimmt an Expertenrunden teil.

Sein journalistischer Ansatz kombiniert tiefgreifende Recherche mit präziser Analyse, um Lesern Orientierung in einer sich wandelnden Wirtschaftswelt zu bieten.