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Symbolbild, KI-generiert

Nvidia Aktie: Lieferantenverpflichtungen verdoppeln sich

Nvidia kombiniert 80 Milliarden Dollar für Rückkäufe mit Zukäufen und Partnerschaften, während die Aktie trotz guter Zahlen kaum zulegt.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • 80 Milliarden Dollar für Aktienrückkäufe
  • Quartalsdividende von 0,25 Dollar beschlossen
  • Hugging-Face-Übernahme noch genehmigungspflichtig
  • Nvidia-Aktie verliert trotz Quartalsstärke

Nvidia startet mit einer Serie von Kapitalmarkt- und Expansionsentscheidungen in den September. Nach starken Quartalszahlen fließt Geld an Aktionäre zurück, während der Konzern parallel milliardenschwere Zukäufe und Partnerschaften vorantreibt. Am Donnerstag kommender Woche wird die Nvidia-Aktie erstmals ohne Dividendenanspruch gehandelt.

Dividende und Aktienrückkauf nach starkem Quartal

Nvidia hatte Ende August seine Zahlen zum zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2027 vorgelegt. Der Umsatz überstieg 96 Milliarden Dollar. Im Zuge der Berichterstattung genehmigte der Konzern ein Aktienrückkaufprogramm über 80 Milliarden Dollar sowie eine Quartalsdividende von 0,25 Dollar je Aktie. Der Rekordtag für die Dividende ist der 10. September, ausgezahlt wird sie am 1. Oktober – die Aktie notiert damit ab dem Stichtag ex-Dividende.

Finanzchefin Colette Kress verwies in den Erläuterungen zum Quartalsbericht zudem auf einen deutlichen Anstieg der Lieferantenverpflichtungen: Diese kletterten von 119 Milliarden auf 279 Milliarden Dollar, vor allem wegen zusätzlicher Speicherbeschaffung. Das signalisiert, dass Nvidia seine Produktionskapazitäten für die kommenden Quartale massiv aufstockt.

Milliardendeal mit Hugging Face

Die größte strategische Ankündigung der vergangenen Woche betrifft die Übernahme von Hugging Face. Nvidia vereinbarte, die auf KI-Modelle spezialisierte Plattform für rund 12,93 Milliarden Dollar zu übernehmen.

Der Abschluss der Transaktion wird für die erste Hälfte des Jahres 2027 erwartet und steht noch unter dem Vorbehalt behördlicher Genehmigungen. Der Deal würde Nvidias Position im Software- und Modell-Ökosystem rund um künstliche Intelligenz erheblich stärken.

Bereits Anfang September hatte der Konzern eine Investition von 3,5 Milliarden Dollar in MediaTek bekanntgegeben. MediaTek soll dabei Nvidias NVFusion-Plattform für Rechenleistung von der Edge bis in die Cloud einsetzen. Zusätzlich kündigte Nvidia laut Reuters an, dass Lenovo und Acer im Oktober die ersten Windows-PCs mit dem RTX-Spark-Chip auf den Markt bringen – ein weiterer Schritt in Richtung lokaler KI-Verarbeitung direkt auf Endgeräten.

Kursreaktion bleibt verhalten

Trotz der Ankündigungsdichte fiel die Aktie am Dienstag um 2,5 Prozent und schloss bei 193,90 Euro. Auf Wochensicht bewegt sich das Papier mit 0,1 Prozent nahezu unverändert, auf Monatssicht steht ein Plus von 2,8 Prozent zu Buche.

Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch von 202,50 Euro, erreicht im Mai, beträgt derzeit 4,2 Prozent – die jüngsten Nachrichten haben den Kurs also noch nicht zu neuen Höchstständen getrieben.

Seit Jahresbeginn liegt Nvidia mit 21 Prozent im Plus, auf Zwölfmonatssicht mit 33 Prozent. Die Aktie notiert damit weiterhin deutlich über ihrem 200-Tage-Durchschnitt von 169,79 Euro, was auf einen intakten mittelfristigen Aufwärtstrend hindeutet.

Anleger dürften nun besonders auf den Fortgang der Hugging-Face-Übernahme sowie auf die praktische Umsetzung der milliardenschweren Lieferantenverpflichtungen achten – beides Faktoren, die über das kommende Geschäftsjahr hinaus über die Wachstumsdynamik des Konzerns entscheiden werden.

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Diskussion zu Nvidia

Felix Baarz

Felix Baarz ist Wirtschaftsjournalist mit mehr als 15 Jahren Erfahrung in der Berichterstattung über internationale Finanzmärkte. Als gebürtiger Kölner begann er seine Laufbahn bei einer deutschen Fachpublikation, bevor er für sechs Jahre nach New York zog.

In New York berichtete er direkt aus dem Zentrum der globalen Finanzwelt über Entwicklungen an der Wall Street und wirtschaftspolitische Entscheidungen von internationaler Tragweite. Diese Zeit prägte seine analytische Herangehensweise an komplexe Wirtschaftsthemen.

Heute arbeitet Baarz als freier Journalist für führende deutschsprachige Wirtschafts- und Finanzmedien. Seine Schwerpunkte liegen auf der fundierten Analyse globaler Finanzmärkte und der verständlichen Aufbereitung wirtschaftspolitischer Zusammenhänge. Neben seiner schriftlichen Arbeit moderiert er Fachdiskussionen und nimmt an Expertenrunden teil.

Sein journalistischer Ansatz kombiniert tiefgreifende Recherche mit präziser Analyse, um Lesern Orientierung in einer sich wandelnden Wirtschaftswelt zu bieten.