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Symbolbild, KI-generiert

Nvidia Aktie: Kartellprüfung der Groq-Vereinbarung

US-Behörden prüfen Nvidias Groq-Vereinbarung, während ein Investment von bis zu 10 Milliarden Dollar bei Anthropic noch offen ist.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • US-Behörden untersuchen Groq-Lizenzvereinbarung
  • Anthropic-Investment bis 10 Milliarden Dollar offen
  • Australische KI-Kapazitäten bis 2027 geplant
  • Nvidia-Aktie binnen zwölf Monaten 25 Prozent höher

Nvidia steht vor einer ungewöhnlichen Häufung heikler Themen. Während der Konzern seine KI-Infrastruktur weltweit ausbaut, prüfen US-Kartellwächter gleichzeitig eine seiner Geschäftsvereinbarungen – und im Hintergrund bahnt sich ein milliardenschweres Investment an, das die Bilanz belasten könnte.

Nvidia bestätigte, dass US-Behörden die Lizenzvereinbarung mit dem KI-Startup Groq untersuchen. Reuters berichtete, das Justizministerium prüfe, ob die Struktur des Deals gezielt darauf ausgelegt sei, kartellrechtliche Prüfungen zu umgehen. Details zur Ausgestaltung der Untersuchung nannte Nvidia bislang nicht, die Prüfung selbst dürfte den Konzern jedoch länger begleiten.

Milliardeninvestment bei Anthropic in der Schwebe

Parallel dazu berichtete Reuters, Nvidia verhandle darüber, als Ankerinvestor bis zu 10 Milliarden Dollar in den geplanten Börsengang von Anthropic zu stecken. Die Pläne seien noch in der Diskussionsphase, eine endgültige Entscheidung stehe aus.

Sollte das Investment zustande kommen, würde es die Abhängigkeit zwischen Nvidia und einem der größten KI-Modellentwickler weiter vertiefen – ein Muster, das sich bereits bei anderen Partnerschaften des Unternehmens zeigt.

Diese Konstellation aus regulatorischem Druck und wachsendem Kapitaleinsatz bei Kunden wirft für Anleger eine zentrale Frage auf: Wie belastbar ist Nvidias Geschäftsmodell, wenn Wachstum zunehmend über Beteiligungen an eigenen Abnehmern erkauft wird?

Expansion in Australien und neue Produktlinien

Unabhängig von den regulatorischen Fragen treibt Nvidia seine physische Expansion voran. Der Konzern kündigte gemeinsam mit australischen Cloud- und Rechenzentrumspartnern einen Ausbau der KI-Infrastruktur an, der bis 2027 eine Kapazität von bis zu 2 Gigawatt erreichen soll.

Beteiligt sind unter anderem Firmus, Sharon AI, IREN, ResetData, Megaport, CDC, NEXTDC und AirTrunk – ein breites Bündnis, das Land, Energie und Gebäudekapazität für Nvidias DSX-KI-Fabriken bereitstellen soll.

Zudem baut Nvidia seine Präsenz im Consumer-Bereich aus: Lenovo und Acer sollen im Oktober die ersten Windows-PCs mit dem RTX-Spark-Chip auf den Markt bringen, wie Nvidia gegenüber Reuters mitteilte. Damit verstärkt der Konzern seinen Vorstoß in den Markt für KI-fähige PCs.

Ergänzend kooperiert Nvidia mit Palantir, um sogenannte souveräne KI in kritische Lieferketten zu bringen – die erste Anwendung läuft dabei innerhalb der eigenen Nvidia-Organisation.

Aktie bewegt sich seitwärts

An der Börse spiegelt sich die Gemengelage aus Wachstumsdynamik und regulatorischem Risiko in einer eher verhaltenen Kursentwicklung wider. Nvidia schloss am Freitag bei 188,22 Euro, nahezu unverändert zum Vortag. Über die vergangenen sieben Handelstage gab die Aktie um 5,1 Prozent nach, auf Monatssicht steht ein Minus von 3,3 Prozent zu Buche. Zum bisherigen Jahreshoch von 202,50 Euro, erreicht im Mai, fehlen der Aktie derzeit 7,1 Prozent.

Auf Jahressicht bleibt die Bilanz dennoch deutlich positiv: Seit Jahresbeginn steht ein Plus von 17 Prozent, binnen zwölf Monaten legte der Kurs um 25 Prozent zu.

Der Relative-Stärke-Index von 48,9 signalisiert derzeit weder Überkauft- noch Überverkauft-Situation – Anleger scheinen die widersprüchlichen Nachrichten aus regulatorischer Prüfung, milliardenschweren Investitionsplänen und operativer Expansion vorerst auszubalancieren, statt eindeutig Position zu beziehen.

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