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Nvidia Aktie: Jensen Huang wirbt in Seoul

Jensen Huang besucht Talkshows und Baseball-Spiele in Seoul, um Partnerschaften für Physical AI zu stärken.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Auftritt in TV-Talkshow geplant
  • Wurfzeremonie bei Baseballspiel
  • Treffen mit SK, Hyundai und LG
  • Sicherung der KI-Chip-Lieferkette

Jensen Huang reist diese Woche erneut nach Südkorea — und diesmal nicht nur für Boardroom-Gespräche. Der Nvidia-CEO wird auf einer der meistgesehenen Talkshows des Landes auftreten und beim Heimspiel der Doosan Bears den ersten Pitch werfen. Hinter der Charmeoffensive steckt handfeste Strategie.

Warum Südkorea so wichtig ist

Südkoreas Bedeutung für Nvidia ist kaum zu überschätzen. Samsung Electronics und SK Hynix produzieren zusammen rund 70 Prozent des Arbeitsspeichers, der in Nvidias KI-Chips verbaut wird. Mit dem Rückzug aus dem chinesischen Markt für Hochleistungshalbleiter hat sich dieses Abhängigkeitsverhältnis noch verschärft.

„Nvidias Abhängigkeit von südkoreanischen Lieferanten wächst“, schrieb Jeff Kim von KB Securities in einem Research-Bericht. Südkorea entwickle sich zum idealen Testfeld für Physical AI — also KI, die in Roboter, Fahrzeuge und Fabriken eingebettet wird. Huang selbst brachte das auf den Punkt: „Korea ist ein Fertigungsland, und Korea hat eine Bevölkerungsgrenze.“ Ein Verweis darauf, dass Automatisierung und Robotik dort besonders naheliegend sind.

260.000 Chips und mehr

Nvidia hatte bereits im Oktober 2025 angekündigt, mehr als 260.000 seiner leistungsstärksten KI-Chips an die südkoreanische Regierung und führende Unternehmen des Landes zu liefern. Präsident Lee Jae Myung hat AI zur Chefsache erklärt und will Südkorea unter die drei führenden KI-Nationen weltweit bringen.

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Huang plant diese Woche Treffen mit Führungskräften aus SK Group, Hyundai Motor und LG Group — möglicherweise bei einem Korean-Barbecue-Dinner im Seouler Szeneviertel Sungsu. Berichte über mögliche Gespräche mit Naver-Managern und LG-Konzernchef Koo Kwang-mo runden das Programm ab. Doosan, dessen Unternehmensgruppe sowohl Roboter entwickelt als auch Materialien für Nvidias Blackwell-Chips liefert, ist über das Baseball-Event direkt eingebunden.

Parallel dazu schüttet Nvidia eine Quartalsdividende von 0,25 Dollar je Aktie aus — eine planmäßige Zahlung, die heute fällig wird und das laufende Geschäft unterstreicht.

Das Südkorea-Engagement zeigt, wie konsequent Huang die Lieferkette für Physical AI absichert. Gelingt es Nvidia, das Land als Fertigungs- und Innovationshub für die nächste KI-Welle zu verankern, dürfte der Besuch langfristig mehr wert sein als jeder Chip-Deal.

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