Die geopolitische Eiszeit zwischen den USA und China taut auf. Chiphersteller reagieren mit deutlichen Kursgewinnen auf vorübergehende Zollsenkungen. Ausgerechnet Nvidia-Chef Jensen Huang fehlt auf der hochkarätigen Delegationsreise von US-Präsident Donald Trump nach Peking.
Washington und Peking haben sich auf eine 90-tägige Verhandlungspause geeinigt. Die USA senken in dieser Zeit ihre Importzölle auf chinesische Waren von zuvor 145 Prozent drastisch ab. Im Gegenzug hebt China die Exportbeschränkungen für Seltene Erden auf. Die Nvidia-Aktie reagiert positiv und notiert mit 186,16 Euro hauchdünn unter ihrem 52-Wochen-Hoch.
Obwohl Künstliche Intelligenz und Halbleiter ganz oben auf der diplomatischen Agenda stehen, erhielt Huang keine Einladung für den Staatsbesuch. Andere Tech-Größen von Apple oder Tesla begleiten den US-Präsidenten. Diese Personalie wirft Fragen zur künftigen Positionierung Nvidias im wichtigsten asiatischen Markt auf.
China als unkalkulierbare Variable
Das China-Geschäft bleibt ein entscheidender Faktor für den Chipentwickler. Die aktuelle Umsatzprognose von rund 78 Milliarden US-Dollar für das laufende Quartal klammert Einnahmen aus chinesischen Rechenzentren komplett aus. Vor den US-Exportbeschränkungen steuerte das Land mehr als ein Fünftel zum Segmentumsatz bei.
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Die Nachfrage im Rest der Welt wächst ungebremst. Microsoft, Amazon, Alphabet und Meta planen für 2026 gemeinsame Investitionen von 725 Milliarden US-Dollar in ihre IT-Infrastruktur. Das entspricht einem Anstieg von 77 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Von diesem massiven Ausbau profitiert Nvidia direkt.
Fokus auf Governance und Quartalszahlen
Parallel dazu stärkt das Unternehmen seine internen Kontrollstrukturen. Ab Juli rückt die ehemalige Goldman-Sachs-Managerin Suzanne Nora Johnson in den Prüfungsausschuss des Verwaltungsrats ein. Nvidia signalisiert damit einen klaren Fokus auf finanzielle Governance in einer Phase extremen Wachstums.
Am 20. Mai präsentiert Nvidia die neuen Quartalszahlen. Analysten erwarten im Schnitt einen Umsatz von 78,8 Milliarden US-Dollar und einen Gewinn von 1,77 US-Dollar je Aktie. Ein möglicher Wegfall der chinesischen Handelsbarrieren ist in diesen Schätzungen noch nicht eingepreist.
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