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Nvidia Aktie: Jensen Huang fehlt bei Trump-Reise nach Peking

Nvidia profitiert von US-chinesischer Zollpause, doch CEO Huang reist nicht mit nach Peking. Quartalszahlen am 20. Mai im Fokus.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • 90-tägige Zollpause zwischen USA und China
  • Nvidia-Aktie knapp unter 52-Wochen-Hoch
  • CEO Jensen Huang nicht auf Delegationsreise
  • Quartalszahlen am 20. Mai erwartet

Die geopolitische Eiszeit zwischen den USA und China taut auf. Chiphersteller reagieren mit deutlichen Kursgewinnen auf vorübergehende Zollsenkungen. Ausgerechnet Nvidia-Chef Jensen Huang fehlt auf der hochkarätigen Delegationsreise von US-Präsident Donald Trump nach Peking.

Washington und Peking haben sich auf eine 90-tägige Verhandlungspause geeinigt. Die USA senken in dieser Zeit ihre Importzölle auf chinesische Waren von zuvor 145 Prozent drastisch ab. Im Gegenzug hebt China die Exportbeschränkungen für Seltene Erden auf. Die Nvidia-Aktie reagiert positiv und notiert mit 186,16 Euro hauchdünn unter ihrem 52-Wochen-Hoch.

Obwohl Künstliche Intelligenz und Halbleiter ganz oben auf der diplomatischen Agenda stehen, erhielt Huang keine Einladung für den Staatsbesuch. Andere Tech-Größen von Apple oder Tesla begleiten den US-Präsidenten. Diese Personalie wirft Fragen zur künftigen Positionierung Nvidias im wichtigsten asiatischen Markt auf.

China als unkalkulierbare Variable

Das China-Geschäft bleibt ein entscheidender Faktor für den Chipentwickler. Die aktuelle Umsatzprognose von rund 78 Milliarden US-Dollar für das laufende Quartal klammert Einnahmen aus chinesischen Rechenzentren komplett aus. Vor den US-Exportbeschränkungen steuerte das Land mehr als ein Fünftel zum Segmentumsatz bei.

Die Nachfrage im Rest der Welt wächst ungebremst. Microsoft, Amazon, Alphabet und Meta planen für 2026 gemeinsame Investitionen von 725 Milliarden US-Dollar in ihre IT-Infrastruktur. Das entspricht einem Anstieg von 77 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Von diesem massiven Ausbau profitiert Nvidia direkt.

Fokus auf Governance und Quartalszahlen

Parallel dazu stärkt das Unternehmen seine internen Kontrollstrukturen. Ab Juli rückt die ehemalige Goldman-Sachs-Managerin Suzanne Nora Johnson in den Prüfungsausschuss des Verwaltungsrats ein. Nvidia signalisiert damit einen klaren Fokus auf finanzielle Governance in einer Phase extremen Wachstums.

Am 20. Mai präsentiert Nvidia die neuen Quartalszahlen. Analysten erwarten im Schnitt einen Umsatz von 78,8 Milliarden US-Dollar und einen Gewinn von 1,77 US-Dollar je Aktie. Ein möglicher Wegfall der chinesischen Handelsbarrieren ist in diesen Schätzungen noch nicht eingepreist.

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Diskussion zu Nvidia

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

Heute teile ich meine Expertise durch den Newsletter "Chartanalyse-Trends", den Börsendienst "Momentum Trader", Vorträge auf Messen wie der Invest Stuttgart sowie YouTube-Videos. Mein "Timing is Money"-Ansatz identifiziert optimale Ein- und Ausstiegszeitpunkte für Aktien, Gold, Kryptowährungen und weitere Anlageklassen.