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Symbolbild, KI-generiert

Nvidia Aktie: Hugging-Face-Hürde?

Partnerschaften und Kapazitätszusagen erweitern Nvidias KI-Ausbau; ihre späteren Erträge sind bislang nicht belegt.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Meta-Beteiligung über drei Milliarden Dollar angekündigt
  • Oracle-Systeme auf mehrere Gigawatt ausgelegt
  • KYEC erhält 1,1 Milliarden Dollar Vorschuss
  • US-Behörde fragt zu Hugging-Face-Kauf

Nvidias Ausbau der KI-Infrastruktur trifft auf wachsende Zweifel an deren Wirtschaftlichkeit. Laut Reuters verstärkten Amazons Ergebnisse und Investitionspläne sowie Intels Warnung am Freitag die Sorgen über Kosten und Erträge des KI-Ausbaus.

Für Nvidia rücken damit neben neuen Kooperationen auch die eigenen finanziellen Zusagen in den Blick: Das Unternehmen plant eine Beteiligung an Metas Aktienangebot und unterstützt den Ausbau seiner Lieferkette mit einem Kapazitätsvorschuss.

Partnerschaften mit finanziellen Zusagen

Am 26. Oktober kündigte Nvidia an, 3 Milliarden $ in Metas Aktienangebot zu investieren. Die erweiterte Zusammenarbeit umfasst gemeinsame Arbeiten an Training und Ausführung der Muse-Modelle. Meta beabsichtigt zudem, den Einsatz von Nvidias Vera-Rubin-Systemen und weiterer Infrastruktur auszuweiten.

Damit stehen zwei unterschiedliche Zusagen nebeneinander: Meta plant einen breiteren Einsatz der Nvidia-Technologie, während Nvidia selbst Kapital bereitstellen will. Die angekündigte Beteiligung ist deshalb nicht mit einem bereits realisierten Umsatz gleichzusetzen. Für die Einordnung der Partnerschaft bleiben der geplante Technologieeinsatz und die Finanzierungszusage getrennt zu betrachten.

Auch mit Oracle baut Nvidia die Zusammenarbeit aus. Beide Unternehmen kündigten am 27. Oktober an, die Supercluster der Oracle Cloud Infrastructure mit Vera-Rubin-NVL72-Systemen auf eine Größenordnung von mehreren Gigawatt auszuweiten. Zugleich wurden diese Systeme und Vera-Prozessoren auf der Plattform allgemein verfügbar.

Kapazitätsausbau bindet weitere Mittel

Für neue US-Testanlagen von KYEC stellt Nvidia einen Vorschuss zur Kapazitätsreservierung von 1,1 Milliarden $ bereit. Die am 21. Oktober angekündigten Vereinbarungen sollen außerdem die Substratkapazität innerhalb von drei Jahren auf das 2,5-Fache erhöhen.

Der Ausbau betrifft damit nicht allein die fertigen Systeme. Nvidia unterstützt auch vorgelagerte Produktions- und Testschritte. Das kann die geplante Ausweitung der Infrastruktur unterstützen; eine Aussage über die späteren Erträge dieser Zusagen liefern die Ankündigungen jedoch nicht.

Zum selben Maßnahmenpaket gehört Amkors Plan, die Kapazität für fortschrittliche Chipverpackung bis Ende 2028 um mehr als 300% auszubauen. Es handelt sich um Ausbauziele, nicht um bereits vollständig verfügbare zusätzliche Kapazitäten.

Übernahmeprüfung und Zahlen als Prüfsteine

Neben den Investitionszusagen steht eine geplante Übernahme im Blick. Reuters berichtete am Mittwoch, das US-Justizministerium habe Fragen zu Nvidias geplantem Kauf von Hugging Face für 12,93 Milliarden $ gestellt. Dabei ging es um mögliche Wettbewerbsfolgen und die Kontrolle über einen wichtigen KI-Vertriebskanal. Nvidia lehnte eine Stellungnahme ab.

Die Nachfragen belegen weder ein Verbot noch einen Abschluss der Transaktion. Sie ergänzen aber die wirtschaftlichen Fragen um einen regulatorischen Aspekt.

Der nächste angekündigte Ergebnistermin ist der 17. November 2026. Nvidia will dann das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2027 besprechen. Für Anleger bietet dieser Termin den nächsten konkreten Anlass, die angekündigten Ausbaupläne mit der Geschäftsentwicklung abzugleichen. Entscheidend ist dabei nicht allein die Größe der Partnerschaften, sondern auch deren wirtschaftlicher Niederschlag.

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