Nvidia kämpft aktuell an mehreren Fronten gleichzeitig. Der Konzern verteidigt sein Hardware-Monopol gegen Kartellwächter und technische Spekulationen. An der Börse zeigt sich das in einer leichten Nervosität. Die Aktie notiert bei 177 Euro. Das entspricht einem leichten Tagesminus von rund einem Prozent. Der Abstand zum Rekordhoch aus dem Mai beträgt damit gut 12 Prozent.
Der Druck aus Paris
Die größte Gefahr droht derzeit in Europa. Die französische Wettbewerbsbehörde schließt ihre lange Untersuchung ab. Seit einer Razzia im September 2023 prüfen die Beamten den Chip-Giganten. Nutzt Nvidia seine Dominanz bei KI-Hardware aus? Verhindert der Konzern gezielt den Marktzugang für Konkurrenten? Berichterstatter Umberto Berkani bestätigte nun eine baldige Entscheidung.
Eine Strafe könnte schmerzhaft ausfallen. Das französische Gesetz erlaubt Bußgelder von bis zu zehn Prozent des weltweiten Jahresumsatzes. Kein Wunder. Dieser regulatorische Schatten bremst die Euphorie der Anleger spürbar.
Gerüchte um technische Verzögerungen
Auch an der Technik-Front brodelt es. Die Analysten von SemiAnalysis sorgten kürzlich für Unruhe. Sie spekulierten über Probleme beim neuen Kyber-NVL144-System. Diese Server-Racks sind wichtig für die kommenden Rubin-Ultra-Chips. Angebliche Produktionsprobleme könnten den Start dieser Generation bis ins Jahr 2028 verzögern.
Nvidia reagierte prompt. Das Management wies die Gerüchte am Montag kategorisch zurück. Der Zeitplan für die neuen KI-Chips bleibe absolut intakt. Die neue Vera-Rubin-Architektur soll den nächsten großen Wachstumszyklus einläuten. Der Start ist fest für das zweite Halbjahr 2026 eingeplant. Anleger vertrauen bisher auf die technischen Fähigkeiten des Managements. Die Aktie legte auf Wochensicht immerhin gut vier Prozent zu.
Der Sprung in die physische Welt
Nvidia baut parallel das Geschäft jenseits reiner Rechenzentren um. Die Partnerschaft mit der südkoreanischen LG Group nimmt konkrete Formen an. LG gründete Anfang Juli ein neues Robotik-Zentrum in Seoul. Berichten zufolge entsteht dort bis Jahresende eine riesige KI-Datenfabrik.
Das Ziel: humanoide Roboter trainieren. Die Fabrik nutzt dafür die sogenannten Cosmos-Modelle von Nvidia. Sie erzeugen künstliche Daten für das Training der Maschinen. Nvidia verkauft hier nicht mehr nur Silizium. Der Konzern formt ganze Ökosysteme für die physische KI. Das reduziert mittelfristig die Abhängigkeit von den großen US-Cloud-Anbietern.
Die Erwartungen bleiben hoch
Mit einer Marktkapitalisierung von über 4.180 Milliarden Euro dominiert Nvidia den Sektor weiter. Die langfristige Wachstumsstory lockt noch immer Käufer an. Analysten zeigen sich trotz der aktuellen Störfeuer fast durchgehend optimistisch. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei rund 264 Euro.
Die nächsten Wochen definieren den weiteren Weg. Nvidia muss den Produktionsstart der Rubin-Chips fehlerfrei umsetzen. Parallel dazu muss der Konzern das Kartellverfahren in Frankreich navigieren. Die Zeit der einfachen Kursgewinne durch reine Nachfrage-Euphorie scheint vorerst vorbei. Jetzt zählt die makellose Ausführung der Strategie.
Nvidia-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Nvidia-Analyse vom 9. Juli liefert die Antwort:
Die neusten Nvidia-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Nvidia-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 9. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Nvidia: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
