Am 4. Juni 2026 ist Stichtag. Wer die neue Nvidia-Dividende kassieren will, muss die Aktie heute noch im Depot haben — denn morgen ist Ex-Dividende-Tag. Hinter dieser technischen Frist steckt eine der größten Kapitalrückgaben in der Geschichte des Chipkonzerns.
Dividende mal 25 — und ein 80-Milliarden-Buyback
Nvidia hebt die Quartalsdividende auf 0,25 Dollar je Aktie an. Das ist das 25-Fache des bisherigen Satzes von 0,01 Dollar. Aufs Jahr gerechnet ergibt das 1,00 Dollar je Aktie. Die Dividendenrendite liegt damit bei rund 0,4 Prozent — bescheiden, aber das Signal dahinter ist eindeutig: Nvidia verteilt Geld, das es früher fast vollständig in Forschung gesteckt hätte. Ausgezahlt wird am 26. Juni 2026.
Parallel dazu hat der Vorstand ein Aktienrückkaufprogramm über 80 Milliarden Dollar genehmigt. Das ist kein Kleingeld, sondern eine Ansage. Die Marktkapitalisierung liegt aktuell bei rund 5,4 Billionen Dollar — der Buyback entspricht damit knapp 1,5 Prozent davon.
Zahlen, die die Rückgabe rechtfertigen
Die Großzügigkeit hat einen Grund. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2027 erzielte Nvidia einen Umsatz von 81,62 Milliarden Dollar — ein Plus von 85 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Gewinn je Aktie lag bei 1,87 Dollar und übertraf die Analystenerwartungen um 0,11 Dollar.
Das Datenzentrum-Geschäft wächst noch schneller. Der Umsatz in diesem Segment kletterte um 92 Prozent auf 75,25 Milliarden Dollar. Bruttomarge von 74 Prozent, operative Marge von 64 Prozent — Zahlen, die in der Halbleiterbranche ihresgleichen suchen.
Die Aktie notiert aktuell bei 187 Euro und damit rund 8 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 202,50 Euro. Auf Jahressicht steht ein Plus von über 50 Prozent. Der RSI von 44 signalisiert keine überhitzte Lage — trotz des starken Laufs.
Jensen Huang in Seoul: Robotik als nächste Wachstumswette
Während Anleger auf den Ex-Dividende-Tag schauen, ist CEO Jensen Huang bereits unterwegs. Er trifft am 4. Juni in Seoul ein — für einen sechstägigen Besuch. Auf der Agenda steht „Physical AI“: Robotik und intelligente Fertigung.
Huang will mit den Führungsspitzen von SK Group, LG Group und Hyundai Motor sprechen. Ziel ist die Integration von Nvidias Isaac- und Cosmos-Plattformen in südkoreanische Industrieprozesse. Kurz gesagt: Nvidia will in die Fabrikhallen.
Dazu passt, dass die neue Vera-Rubin-Plattform gerade in Serienproduktion gegangen ist. Das System bietet 288 GB HBM4-Speicher und einen 88-Kern-Prozessor. Digi Power X hat bereits 35 Millionen Dollar für diese Systeme zugesagt, erste Lieferungen sind für das erste Quartal 2027 geplant. CoreWeave gehört ebenfalls zu den frühen Abnehmern der Rubin-Architektur.
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