Obwohl der KI-Gigant operativ von Rekord zu Rekord eilt, trennen sich prominente Investoren von ihren Anteilen. Gestern stieß Cathie Woods Fondsgesellschaft ARK Invest ein signifikantes Aktienpaket ab und reiht sich damit in einen breiteren Abverkauf im Halbleitersektor ein. Während die Bilanzen des Unternehmens glänzen, rücken zunehmend Kapazitätsgrenzen in der globalen Produktion in den Vordergrund.
Sorgen um die Lieferkette
ARK Invest verkaufte am Donnerstag rund 155.000 Nvidia-Papiere im Wert von knapp 28 Millionen US-Dollar. Dieser Schritt war Teil einer größeren Umschichtung, bei der insgesamt 84 Millionen US-Dollar aus etablierten Tech- und Halbleiterwerten abgezogen wurden. Auch Anteile von AMD und dem Auftragsfertiger TSMC flogen aus dem Portfolio. Marktbeobachter werten dies als Reaktion auf wachsende Engpässe in der Fertigung. Kürzlich warnte bereits Broadcom, dass die gewaltige KI-Nachfrage die Lieferketten überlaste und TSMC an seine Produktionsgrenzen stoße.
Um genau diesen Flaschenhälsen entgegenzuwirken, nimmt das Nvidia-Management nun viel Geld in die Hand. Der Konzern investiert insgesamt vier Milliarden US-Dollar in die Photonik-Spezialisten Coherent und Lumentum. Die strategische Vereinbarung sichert dem Chipentwickler den Zugriff auf fortschrittliche Laserkomponenten und optische Verbindungstechnologien. Diese Bauteile sind entscheidend, um die Energieeffizienz und Ausfallsicherheit riesiger KI-Rechenzentren bei der weiteren Skalierung zu gewährleisten.
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Diskrepanz zwischen Börse und Bilanz
An der Börse spiegelt sich die operative Stärke derzeit kaum wider. Seit Jahresbeginn verzeichnet der Titel ein Minus von 7,75 Prozent und notiert mit aktuell 148,62 Euro spürbar unter der 50-Tage-Linie. Diese Schwäche steht in starkem Kontrast zu den fundamentalen Daten. Im Ende Januar abgeschlossenen vierten Quartal kletterte der Umsatz im Jahresvergleich um 73 Prozent auf 68,1 Milliarden US-Dollar. Besonders das Netzwerkgeschäft stach mit einem Wachstum von 263 Prozent auf knapp 11 Milliarden US-Dollar heraus, angetrieben durch die Auslieferung der neuen GB200- und GB300-Systeme.
Abseits der großen Rechenzentren sieht sich das Unternehmen zudem mit einem ungewöhnlichen Gegenwind konfrontiert. Verschiedene Spieleentwickler rufen wegen der neuen KI-Skalierungstechnologie DLSS 5 zu einem Boykott auf und bezeichnen die Funktion als Filter, der die künstlerische Vision der Spiele zerstöre. Auch wenn das Gaming-Segment nur noch einen Bruchteil der Gesamterlöse ausmacht, verdeutlicht der Vorfall die wachsende Sensibilität gegenüber KI-generierten Inhalten.
Am 20. Mai 2026 wird das Unternehmen seine Zahlen für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2027 vorlegen. Das Management peilt dabei einen Umsatz von rund 78 Milliarden US-Dollar an. Ein wesentlicher Faktor für das Erreichen dieser Prognose wird die Entwicklung im chinesischen Markt sein, der sich nach den jüngsten Exportlizenzen für die H200-Prozessoren wieder teilweise für den Konzern öffnet.
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