Nvidia liefert Zahlen, von denen viele Konzerne nur träumen können. Trotzdem bleibt die Aktie zuletzt unter Druck. Der Grund: Der Markt schaut schon nach vorn – und richtet den Fokus auf die GTC 2026, die am 16. März in San Jose startet.
Starkes Quartal – verhaltene Reaktion
Das Schlussquartal des Geschäftsjahres 2026 war operativ ein Ausrufezeichen. Der Umsatz im vierten Quartal (bis 25. Januar 2026) stieg auf 68,1 Mrd. US-Dollar – plus 20% gegenüber dem Vorquartal und plus 73% im Jahresvergleich. Auf Gesamtjahressicht kam Nvidia auf 215,9 Mrd. US-Dollar Umsatz, ein Plus von 65%.
Auch beim Gewinn lag Nvidia über den Erwartungen: Das bereinigte Ergebnis je Aktie erreichte 1,62 US-Dollar nach 1,53 US-Dollar Konsensschätzung. Beim Umsatz übertraf das Unternehmen die Prognosen ebenfalls (68,13 Mrd. statt 66,21 Mrd. US-Dollar erwartet).
Der wichtigste Treiber bleibt das Rechenzentrumsgeschäft. Der Bereich erzielte im Quartal 62,3 Mrd. US-Dollar Umsatz (plus 22% zum Vorquartal), im Gesamtjahr 193,74 Mrd. US-Dollar – rund 90% des Konzernumsatzes. Die Dynamik zeigt, wie stark der globale KI-Infrastrukturausbau das Geschäft nach oben zieht.
Margen, Kapitalrückflüsse – und ein klarer China-Faktor
Beeindruckend ist auch die Profitabilität in dieser Größenordnung: Für das Geschäftsjahr 2026 meldete Nvidia eine Bruttomarge von 71,1% (GAAP) bzw. 71,3% (non-GAAP).
Parallel gibt der Konzern viel Kapital an Aktionäre zurück. Im Geschäftsjahr 2026 flossen insgesamt 41 Mrd. US-Dollar über Aktienrückkäufe und Dividenden. Die nächste Quartalsdividende von 0,01 US-Dollar je Aktie soll am 1. April 2026 ausgezahlt werden (Stichtag: 11. März 2026).
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Ein wichtiger Punkt in der Prognose ist zudem China: Nvidia berücksichtigt in seinem Ausblick kein Data-Center-Compute-Geschäft aus China. Hintergrund ist der regulatorische Gegenwind bei Exporten fortschrittlicher KI-Chips. Bereits 2025 führte eine US-Lizenzpflicht für H20-Exporte laut Unternehmen zu einer Belastung von 4,5 Mrd. US-Dollar im Zusammenhang mit überschüssigen Beständen und Abnahmeverpflichtungen.
Ausblick: Mehr Tempo – und Rubin rückt näher
Für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2027 stellt Nvidia 78,0 Mrd. US-Dollar Umsatz in Aussicht (plus/minus 2%). Auch die Margen sollen weiter anziehen: Erwartet werden 74,9% (GAAP) bzw. 75,0% (non-GAAP), jeweils mit einem Spielraum von 50 Basispunkten.
Strategisch richtet sich der Blick bereits über „Blackwell“ hinaus. CFO Colette Kress sagte im Earnings Call, man habe „früher in dieser Woche“ erste Vera-Rubin-Muster an Kunden ausgeliefert. Produktionsauslieferungen sollen in der zweiten Jahreshälfte starten. Rubin soll laut Unternehmen eine deutlich bessere Energieeffizienz liefern – ein zentraler Hebel, weil Rechenzentren zunehmend an Strom- und Kapazitätsgrenzen stoßen.
Der Markt wartet nun auf die nächste große Bühne: die GTC 2026 vom 16. bis 19. März, inklusive Keynote von CEO Jensen Huang am 16. März und einer Analysten-Fragerunde am 17. März. Kann das Event als Impuls dienen und den zuletzt zähen Kursverlauf drehen? Zumindest liefert Nvidia dafür die passenden Zutaten: beschleunigte Q1-Prognose, Rubin am Horizont und ein KI-Infrastrukturtrend, der laut Schätzungen zu extrem hohen Investitionsbudgets der Tech-Giganten führen könnte.
Zum Wochenstart notiert die Aktie bei 152,16 Euro und liegt damit in den letzten 30 Tagen leicht im Minus – nach einem starken Plus von 54,07% auf 12-Monats-Sicht.
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