Die Entwicklerkonferenz GTC in San Jose war randvoll mit Ankündigungen. Jensen Huang versprach bis Ende 2027 Aufträge im Wert von einer Billion Dollar für aktuelle KI-Chipsysteme. Die Börse zuckte kurz mit den Schultern — und drehte danach wieder ins Minus.
Am Montag weitete sich das Kursplus kurzzeitig auf fast fünf Prozent aus, als Huang seinen Ausblick präsentierte. Doch der Rückenwind hielt nur Minuten an. Am Ende des Tages blieb ein mageres Plus von 1,6 Prozent übrig. Am Dienstag folgte ein Rückgang von 0,4 Prozent — trotz ermutigender Analystenkommentare.
Das Muster ist bekannt: Der Kurs pendelt seit Monaten zwischen 170 und knapp unter 200 Dollar. Der Rekord von 212 Dollar aus Oktober 2025 rückt nicht näher. Skeptische Investoren fordern zunehmend handfeste Belege dafür, dass das starke Umsatzwachstum kein Auslaufmodell ist.
Analysten überzeugt, Markt nicht
Die Reaktion der Analysten fiel positiv aus. Ein Citi-Experte bezeichnete den Billionen-Ausblick als über dem Marktkonsens liegend und sprach von einem beruhigenden Signal zur technologischen Führungsposition. Ein RBC-Analyst zeigte sich beeindruckt von der anhaltenden Marktdominanz — räumte aber ein, dass sich diese längst im Kurs widerspiegelt.
Und genau das ist das Problem. Wer seit Oktober 2022 dabei ist, hat seinen Einsatz bis zum Rekordhoch fast verzwanzigfacht. Bei solchen Bewertungen braucht es mehr als Bestätigung — es braucht Überraschungen.
Ökosystem wächst weiter
Abseits der Kursdiskussion zeigte die GTC, wie breit das Nvidia-Ökosystem inzwischen aufgestellt ist. Gleich mehrere Partnerschaften wurden rund um die Konferenz bekanntgegeben.
IQM Quantum Computers und Zurich Instruments kündigten ein gemeinsames Demonstrationssystem für Echtzeit-Quantenfehlerkorrektur an — basierend auf der NVQLink-Plattform. Der 20-Qubit-Prozessor von IQM soll dabei mit GPU-beschleunigter klassischer Rechenleistung gekoppelt werden, um logische Qubits im industriellen Maßstab betreiben zu können.
Lattice Semiconductor trat dem Halos-Ökosystem bei, Nvidias Sicherheitsrahmen für physische KI in Robotik und autonomen Anwendungen. Das Unternehmen bringt stromsparende FPGA-Lösungen ein, die besonders an der Edge — also direkt in Geräten und Maschinen — niedrige Latenzen ermöglichen sollen.
Auch Amphenol profitierte von Klarheit, die Huang auf der Bühne schuf: Nvidia bekräftigte, Kupfer als primäre Skalierungstechnologie beizubehalten, mit optischen Lösungen nur dort, wo Rack-Grenzen überschritten werden müssen. Evercore ISI bestätigte daraufhin seine positive Einschätzung für Amphenol mit einem Kursziel von 165 Dollar.
Das Ökosystem rund um Nvidia wächst unbestreitbar. Ob das allein ausreicht, um den Kurs wieder in Richtung Rekordhoch zu treiben, werden die kommenden Quartalszahlen zeigen müssen.
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