Nvidia legt heute im Umfeld wachsender Zuversicht für die Nachfrage nach KI-Chips und einer breiteren Markterholung um 2,7% zu. Nach Angaben der Nachrichtenagentur AP liefert das Unternehmen den stärksten Einzelbeitrag zum Anstieg des S&P 500. Zusätzliche Aufmerksamkeit erhält das Interesse von Nvidia an einem Aktienkauf bei Meta Platforms.
Meta nennt Nvidia als möglichen Investor
Laut Meta haben Nvidia, AMD und Broadcom Interesse bekundet, zusammen Meta-Aktien für 5 Milliarden $ zu erwerben. Welcher Anteil davon auf Nvidia entfallen könnte, geht aus den Angaben nicht hervor.
Für Anleger ist dabei die Unterscheidung zwischen Interesse und einer verbindlichen Beteiligung entscheidend. Meta hat eine Interessenbekundung genannt, keinen abgeschlossenen Aktienkauf. AP wertet die mögliche Beteiligung der Chiphersteller als Signal für weiteres Interesse an Investitionen in künstliche Intelligenz.
Nvidia könnte sich so als Kapitalgeber bei Meta beteiligen. Daraus lässt sich allerdings weder ein konkreter Chipauftrag noch ein gesicherter zusätzlicher Umsatz für Nvidia ableiten.
SpaceX-Finanzierung stützt die Nachfrageerwartungen
Ein weiteres Nachfragesignal kommt heute von SpaceX. Elon Musk erklärte, das Unternehmen habe eine Fremdfinanzierung über 40 Milliarden $ für Grafikprozessoren abgeschlossen. Reuters zufolge dient die Finanzierung dem Erwerb von Nvidia-KI-Chips.
Anders als bei der Interessenbekundung gegenüber Meta geht es hier um eine laut Musk bereits abgeschlossene Finanzierung. Das ist jedoch nicht mit bereits ausgelieferten Chips oder von Nvidia verbuchtem Umsatz gleichzusetzen. Für die Börse unterstreicht die Nachricht vor allem die Größenordnung der geplanten Beschaffung.
Parallel dazu hat Anthropic heute seinen Antrag für einen US-Börsengang öffentlich eingereicht. Reuters brachte die Entwicklung mit Kursgewinnen bei KI-bezogenen Aktien einschließlich Nvidia in Verbindung. Im Mittelpunkt stand dabei die Erwartung einer anhaltenden Nachfrage nach KI-Infrastruktur.
Auch Prozessoren rücken in den Blick
Neben den großen Finanzierungsplänen liefern konkrete Einsatztests einen weiteren Anhaltspunkt. Der KI-Cloudanbieter Modal berichtete am 20. Oktober über den Einsatz von Nvidias Vera-Prozessoren. Vorläufige interne Tests hätten den doppelten Durchsatz gegenüber den bestehenden Prozessoren von AMD und Intel ergeben.
Modal plant allerdings, auch Prozessoren seiner bisherigen Lieferanten weiter einzusetzen. Die Tests sprechen damit für zusätzliche Einsatzmöglichkeiten von Nvidia-Technik, nicht für eine vollständige Verdrängung der Konkurrenz. Gemeinsam stützen die Nachrichten die Nachfragehoffnungen – ihre jeweiligen Vorbehalte bleiben für die Bewertung aber wesentlich.
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