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Nvidia Aktie: 80 Milliarden Dollar Rückkauf genehmigt

Nvidias Rekordumsatz von 81,6 Mrd. Dollar kann Anleger nicht überzeugen. Der Fokus liegt nun auf der neuen Vera-Rubin-Architektur und dem KI-Zeitalter.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Umsatzplus von 85 Prozent im ersten Quartal
  • Aktie fällt trotz Rekordzahlen leicht
  • Neues Aktienrückkaufprogramm über 80 Milliarden Dollar
  • Vera-Rubin-Architektur als nächster Wachstumstreiber

Rekordergebnisse, und die Aktie fällt trotzdem. Bei Nvidia wiederholt sich dieses Muster gerade zum vierten Mal in Folge — und Jensen Huang lenkt den Blick bereits auf das nächste große Kapitel.

Zahlen, die beeindrucken — und trotzdem nicht reichen

Der Umsatz kletterte im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2027 um 85 Prozent auf 81,62 Milliarden Dollar. Das Rechenzentrumsgeschäft wuchs um 92 Prozent auf 75,2 Milliarden Dollar. Der freie Cashflow erreichte mit 48,6 Milliarden Dollar einen neuen Rekord.

Der Gewinn je Aktie lag bei 1,87 Dollar und übertraf den Konsens von 1,76 Dollar. Das Netzwerkgeschäft verdreifachte sich nahezu: plus 199 Prozent auf 14,8 Milliarden Dollar.

Kein Wunder, dass Anleger trotzdem nervös reagieren. Die Erwartungen waren schlicht so hoch, dass selbst diese Zahlen nicht mehr überraschen. Am Freitag schloss die Aktie in den USA mit einem Minus von 1,9 Prozent. In Euro gerechnet steht der Kurs bei 185,46 Euro — rund acht Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch vom 14. Mai.

Für Aktionäre gab es dennoch Erfreuliches: Der Vorstand genehmigte ein zusätzliches Aktienrückkaufprogramm über 80 Milliarden Dollar. Die Quartalsdividende steigt auf 0,25 Dollar je Aktie — das ist das 25-Fache des bisherigen Niveaus. Der Ex-Dividenden-Tag ist der 4. Juni.

Vera Rubin: Die nächste Wette

Huang hat auf dem Earnings Call das Zeitalter der „Agentic AI“ ausgerufen. Gemeint sind KI-Systeme, die eigenständig denken und komplexe Aufgaben ausführen. Nvidia will dafür die Plattform liefern.

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Die neue Vera-Rubin-Architektur kombiniert GPUs und CPUs in einem System. Die Massenproduktion soll in der zweiten Jahreshälfte 2026 starten, erste Auslieferungen sind für das dritte Quartal geplant. Huang beschreibt den Hochlauf als eine der größten Produktionswellen in der Computergeschichte — mit 100 bis 150 Partnern. Das adressierbare Marktvolumen für CPUs schätzt Nvidia auf rund 200 Milliarden Dollar.

Das Ziel: eine Billion Dollar kumulativer Chip-Umsatz in den nächsten zwei Jahren, getragen von Blackwell und Vera Rubin gemeinsam.

Taiwan und der Blick auf die kommende Woche

Am Sonntag traf Huang in Taiwan ein. Auf dem Programm stehen Gespräche mit TSMC-Chef CC Wei sowie die Planung eines neuen Nvidia-Hauptquartiers in Taipeh. Am 1. Juni hält er die Keynote auf der Computex-Messe.

Die Analystenmeinungen bleiben klar: 13 von 14 großen Häusern empfehlen die Aktie zum Kauf. Goldman Sachs sieht das Kursziel bei 250 Dollar, HSBC deutlich aggressiver bei 325 Dollar.

Die Optionsmärkte preisen für die kommende Woche eine Schwankungsbreite von rund vier Prozent ein. Am Donnerstag erscheinen die US-PCE-Inflationsdaten — ein Makrosignal, das die gesamte Technologiebranche bewegen kann und Nvidia kurz vor dem Ex-Dividenden-Tag besonders im Blick haben dürfte.

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