Startseite » Earnings » Nvidia Aktie: 3,8 Prozent Wochenverlust trotz 81,6 Mrd.

Nvidia Aktie: 3,8 Prozent Wochenverlust trotz 81,6 Mrd.

Trotz Rekordumsatz und optimistischer Analysten verliert die Nvidia-Aktie an Wert. Technische Indikatoren deuten auf eine Konsolidierung hin.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Umsatz steigt auf 81,6 Milliarden Dollar
  • Data-Center-Geschäft wächst um 92 Prozent
  • Aktie fällt trotz positiver Analystenstimmen
  • Kurs nahe 50-Tage-Durchschnitt stabil

Rekordumsatz, glänzende Prognosen – und doch eine Woche mit Kursverlust. Nvidia schloss am Freitag bei 181,34 Euro, ein Minus von 1,45 Prozent an diesem Tag. Über die gesamte Woche gerechnet verlor der KI-Chip-Primus rund 3,8 Prozent. Ein schwacher Wochenabschluss für ein Unternehmen, das gerade erst historische Zahlen vorgelegt hat.

Die Diskrepanz ist auffällig. Nvidias Geschäft brummt wie nie. Der Umsatz im ersten Fiskalquartal 2026/27 stieg auf 81,6 Milliarden Dollar – ein Plus von 85 Prozent zum Vorjahr. Vor allem das Data-Center-Geschäft wuchs rasant: 75,2 Milliarden Dollar, 92 Prozent mehr als vor einem Jahr. Der Ausblick für das laufende Quartal liegt bei rund 91 Milliarden Dollar – ohne nennenswerte China-Erlöse im Compute-Bereich.

Starke Analysten, schwächelnder Kurs

Die Analysten reagierten positiv. Tigress Financial hob das Kursziel von 360 auf 425 Dollar an. Truist blieb bei Kaufen mit 307 Dollar, Stifel Nicolaus ebenfalls mit 282 Dollar. Eine durchweg bullishe Signale. Dennoch gab die Aktie nach.

Das spricht für eine Debatte jenseits der Geschäftszahlen: Ist Nvidia einfach zu hoch bewertet? Das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt auf Basis der letzten zwölf Monate bei gut 32. Derzeit notiert die Aktie knapp zehn Prozent unter ihrem Rekordhoch von 201,05 Euro aus Mitte Mai.

Technisch eine Pause, kein Bruch

Der kurzfristige Trend zeigt leichte Abkühlung. Der 14-Tage-RSI fiel auf 36,4 – neutral mit Tendenz zur Schwäche. Die Aktie notiert aber weiter über ihrem 50-Tage-Durchschnitt von 171 Euro und dem 200-Tage-Durchschnitt von 160,61 Euro. Der Widerstand liegt um 185 Euro, die Unterstützung bei 180 Euro und dann um 171 Euro.

Ein ungewöhnliches Bild: Fundamentaldaten auf Rekordniveau, technisch eine Atempause. Für Anleger stellt sich die Frage, ob der Markt hier eine Konsolidierung einpreist – oder ob das Vertrauen in die KI-Wachstumsstory etwas nachlässt.

Klar ist: Am 4. Juni spricht Nvidia auf der BofA Global Technology Conference. Dann wird sich zeigen, ob das Management die Zuversicht der vergangenen Woche bestätigen kann. Die nächste Richtungsentscheidung für den Kurs ist damit vorgezeichnet.

Anzeige

Nvidia-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Nvidia-Analyse vom 22. Juli liefert die Antwort:

Die neusten Nvidia-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Nvidia-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 22. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Nvidia: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Nvidia

Dr. Robert Sasse

Dr. Robert Sasse ist promovierter Ökonom und Unternehmer mit umfassender Expertise in Finanzmärkten und Wirtschaftstheorie. Seine akademische Ausbildung verbindet er mit praktischer Unternehmenserfahrung, um fundierte Analysen zu langfristigen Anlagestrategien zu liefern.

Als Verfechter einer marktwirtschaftlichen Ordnung fokussiert sich Dr. Sasse auf die Vermittlung von Strategien für nachhaltigen Vermögensaufbau durch Aktieninvestments. Seine wissenschaftlich fundierten Beiträge auf stock-world.de richten sich an Anleger, die eigenverantwortliche, informierte Entscheidungen für ihre finanzielle Zukunft treffen möchten.

Dr. Sasse spezialisiert sich auf die verständliche Aufbereitung komplexer ökonomischer Zusammenhänge und die praktische Anwendung von Investmentstrategien für die Altersvorsorge. Sein Ansatz kombiniert theoretisches Wissen mit klarem Praxisbezug, um Lesern Orientierung in einem dynamischen Marktumfeld zu bieten.

Mit seiner Expertise unterstützt er Anleger dabei, die Chancen des Kapitalmarkts systematisch und langfristig zu nutzen – unabhängig von kurzfristigen Marktschwankungen.