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Nvidia Aktie: 2,5 Milliarden Dollar Chip-Schmuggel

Nvidia-Aktie erreicht neues Hoch trotz Milliarden-Schmuggelaffäre. Quartalszahlen am 20. Mai im Fokus.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Milliardenschwere Chip-Schmuggel-Ermittlung
  • SoftBank plant KI-Server-Produktion in Japan
  • Meta und Microsoft erhöhen Investitionen
  • Aktie auf 52-Wochen-Hoch gestiegen

Nvidia nähert sich dem wichtigsten Termin des Quartals mit zwei gegensätzlichen Schlagzeilen. Auf der einen Seite ein Chip-Schmuggel-Skandal mit Milliardendimension. Auf der anderen: Rekordkurs und Milliarden-Investitionszusagen der größten Hyperscaler der Welt.

Schmuggel-Ermittlung belastet das Geopolitik-Profil

Das brisanteste Thema der vergangenen Woche ist eine bundesweite Strafverfolgung in den USA. Ermittler werfen der in Bangkok ansässigen OBON Corp. vor, Server mit Nvidia-Chips im Wert von rund 2,5 Milliarden Dollar über Thailand nach China umgeleitet zu haben — vorbei an US-Exportkontrollen. Als Endempfänger nennen Staatsanwälte unter anderem Alibaba.

Super-Micro-Mitgründer Yih-Shyan Liaw wurde im März verhaftet. Ihm drohen bis zu 20 Jahre Haft. Laut Anklage nutzte er ein Netz aus Zwischenhändlern, gefälschten Versandpapieren und ausgetauschten Seriennummern. OBON und Alibaba sind bislang nicht angeklagt. Alibaba bestreitet jede Geschäftsbeziehung zu den genannten Parteien.

Nvidia selbst erklärte, das Unternehmen erwarte von seinen Partnern strikte Compliance auf jeder Ebene. Die Aktie legte am Tag der Berichte trotzdem rund 1,8 Prozent zu. Super Micro gab hingegen nach.

SoftBank plant KI-Server aus Japan

Konstruktiver klingt die zweite große Meldung der Woche. SoftBank Corp. verhandelt laut Nikkei mit Nvidia und Foxconn über den Aufbau einer Produktion für KI-Server in Japan. Ziel ist eine vollständige heimische Fertigung bis Ende des Jahrzehnts. Den Startschuss soll SoftBanks mittelfristiger Managementplan geben — angekündigt für den 11. Mai.

Hyperscaler treiben die Erwartungen

Meta Platforms hat die Obergrenze seiner Investitionsplanung auf 145 Milliarden Dollar angehoben. Microsoft plant für das Kalenderjahr 2026 sogar 190 Milliarden Dollar — deutlich mehr als Analysten erwartet hatten. Beide Zahlen stützen die Nachfrage nach Nvidia-Chips direkt.

Nvidia selbst hat im laufenden Jahr bereits Investitionszusagen von mehr als 40 Milliarden Dollar getätigt. Das Unternehmen beteiligt sich damit auch an Firmen, die seine eigenen Chips kaufen.

Quartalszahlen am 20. Mai als Prüfstein

Die Aktie schloss am Freitag auf einem 52-Wochen-Hoch von 182,60 Euro — ein Plus von gut 7 Prozent in sieben Tagen und rund 75 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der RSI liegt bei 52,8, die Aktie notiert mehr als 15 Prozent über ihrem 200-Tage-Durchschnitt.

Analysten erwarten für das erste Quartal einen Umsatz von 78,8 Milliarden Dollar — ein Anstieg von knapp 79 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Gewinn je Aktie soll bei 1,77 Dollar liegen. Für das Folgequartal rechnet die Wall Street mit einer weiteren Beschleunigung auf rund 86,6 Milliarden Dollar Umsatz.

Das Risiko liegt in der Geschichte: In sieben der letzten zehn Quartalsberichte gab die Aktie unmittelbar nach der Veröffentlichung nach. Entscheidend wird sein, was das Management zur Vera-Rubin-Plattform und zum Tempo der Blackwell-Auslieferungen sagt — beides Themen, bei denen Investoren konkrete Aussagen erwarten.

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