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Symbolbild, KI-generiert

Nvidia Aktie: 2,1 Milliarden Dollar Warrant bei Iren

Nvidia kooperiert mit Ineffable Intelligence für autonome KI-Systeme und schließt milliardenschwere Cloud-Verträge mit SAP und Iren ab.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Partnerschaft mit Ineffable Intelligence
  • Fokus auf Superlearner und Simulation
  • Milliardendeal mit Iren für GPU-Cloud
  • Kursziel auf 320 Dollar angehoben

Nvidia schließt eine Partnerschaft mit einem KI-Labor, das von einem der bekanntesten Architekten hinter AlphaGo mitgegründet wurde. Das Ziel: Systeme, die neues Wissen eigenständig durch Versuch und Irrtum entdecken— ohne auf menschliche Trainingsdaten angewiesen zu sein.

Superlearner als nächste Stufe

Das Londoner Labor Ineffable Intelligence wurde von David Silver gegründet, einem ehemaligen Google-DeepMind-Architekten. Nvidia und Ineffable arbeiten nun gemeinsam an einer Infrastruktur für sogenannte Superlearner— KI-Systeme, die Daten nicht aus statischen Datensätzen beziehen, sondern dynamisch durch Simulation erzeugen.

Technisch stützt sich das Projekt zunächst auf Nvidias Grace-Blackwell-Chips. Es ist außerdem als eines der ersten Projekte vorgesehen, das die kommende Vera-Rubin-Plattform nutzt. Nvidia nennt das übergeordnete Ziel „agentic inference“: KI-Systeme, die mehrstufige Aufgaben autonom planen und ausführen.

Hardware und Ökosystem

Die Blackwell-Ultra-Plattform liefert laut Nvidia-Benchmarks bis zu 50-mal mehr Durchsatz pro Megawatt als die Vorgängergeneration Hopper. Für agentenbasierte Workloads sinken die Kosten pro Token um den Faktor 35.

Parallel dazu weitet Nvidia sein Ökosystem aus. Mit SAP integriert der Konzern „OpenShell“ in die SAP-Business-AI-Plattform— eine Open-Source-Laufzeitumgebung für isolierte Ausführung autonomer Agenten in Unternehmensumgebungen. Mit Iren, früher bekannt als Iris Energy, vereinbarte Nvidia einen milliardenschweren Cloud-Infrastruktur-Deal. Der Fünfjahresvertrag umfasst verwaltete GPU-Cloud-Dienste auf Basis von Blackwell-Systemen am Texas-Standort von Iren. Nvidia sicherte sich dabei auch eine Warrant-Struktur, die den Kauf von Iren-Aktien im Wert von bis zu 2,1 Milliarden Dollar ermöglicht.

Kurs auf Allzeithoch

Bank-of-America-Analyst Vivek Arya hob sein Kursziel am 13. Mai auf 320 Dollar an— von zuvor 300 Dollar— und bestätigte sein Kaufvotum. Als Begründung nannte er einen größeren adressierbaren Markt für KI-Rechenzentren, den er bis 2030 auf 1,7 Billionen Dollar schätzt. Die Marktkapitalisierung von Nvidia erreichte zwischenzeitlich 5,5 Billionen Dollar.

An der Frankfurter Börse schloss die Aktie am Donnerstag bei 201,05 Euro— ein neues 52-Wochen-Hoch. Seit Jahresbeginn liegt das Plus bei knapp 25 Prozent. Am 20. Mai legt Nvidia die Quartalszahlen für das erste Geschäftsquartal 2027 vor. Der Markt erwartet dann Klarheit darüber, ob die Nachfrage nach Blackwell-Systemen das hohe Bewertungsniveau trägt.

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