Die größten Cloud-Konzerne der Welt öffnen ihre Geldbörsen wie nie zuvor — und Nvidia steht im Zentrum dieses Ausgabenbooms. Kurz vor dem Quartalsbericht am 20. Mai dürfte das den Erwartungsdruck noch einmal erhöhen.
700 Milliarden Dollar für KI-Infrastruktur
Amazon, Microsoft, Alphabet und Meta planen zusammen rund 710 Milliarden Dollar an Investitionen in diesem Jahr. Der Löwenanteil fließt in KI-Infrastruktur. Alphabet hat seinen Investitionsplan zuletzt auf bis zu 190 Milliarden Dollar angehoben — und kündigte an, die Ausgaben 2027 nochmals deutlich zu steigern. Meta erhöhte seinen Rahmen auf bis zu 145 Milliarden Dollar.
Dieser Kapitalstrom landet zu einem großen Teil bei Nvidia. Mit rund 86 Prozent Marktanteil im KI-Rechenzentrumsgeschäft ist der Konzern der zentrale Lieferant dieser Infrastrukturwelle. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wuchs der Rechenzentrumsumsatz um 75 Prozent auf 193,7 Milliarden Dollar — getrieben von der Nachfrage nach Hopper- und Blackwell-Systemen.
Lieferkette zeigt Hochdruck
Hinter den Umsatzzahlen steckt ein massiver Aufbau auf der Beschaffungsseite. Die Lagerbestände stiegen zuletzt um mehr als 8 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Lieferverpflichtungen sprangen um fast 90 Prozent auf 95,2 Milliarden Dollar — nach zuvor rund 28 bis 30 Milliarden Dollar. Das signalisiert, dass Nvidia die Nachfrage nicht nur bedient, sondern aktiv vorfinanziert.
Nvidias CUDA-Plattform verstärkt diese Position strukturell. Wer einmal auf dem Ökosystem aufbaut, müsste Anwendungen neu schreiben und Entwickler umschulen, um zu wechseln. Das macht den Konzern schwer ersetzbar.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Nvidia?
Earnings-Erwartungen bereits hoch
Für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2027, das am 26. April endete, hat das Management einen Umsatz von rund 78 Milliarden Dollar in Aussicht gestellt. Analysten rechnen im Schnitt mit 79 Prozent Wachstum — ein Beat gilt bereits als Basiserwartung, nicht als Überraschung.
Im Geschäftsjahr 2026 schüttete Nvidia insgesamt 41,1 Milliarden Dollar an Aktionäre aus, über Rückkäufe und Dividenden. Das verbleibende Rückkaufvolumen liegt bei 58,5 Milliarden Dollar.
Die Aktie notiert aktuell bei rund 170 Euro und damit gut 6 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch vom April. Auf Jahressicht hat das Papier rund 70 Prozent zugelegt. Ob Nvidia am 20. Mai erneut die eigene Guidance übertrifft, wird zeigen, ob diese Bewertung Bestand hat — oder ob der Markt eine noch höhere Latte anlegt.
Nvidia-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Nvidia-Analyse vom 4. Mai liefert die Antwort:
Die neusten Nvidia-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Nvidia-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 4. Mai erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Nvidia: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
