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NuScale Power: 753 Millionen Dollar Cashflow-Defizit

Bank of America bewertet NuScale Power mit 'Neutral' und sieht trotz US-Zulassung Herausforderungen bei Umsetzung und Finanzen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Bank of America startet mit neutraler Bewertung
  • Hoher negativer Cashflow belastet das Unternehmen
  • Umsatz im ersten Quartal 2026 enttäuscht
  • Strategische Expansion in Texas und Europa

NuScale Power besitzt als einziger Entwickler kleiner modularer Reaktoren (SMR) die begehrte US-Zulassung. Dieser regulatorische Meilenstein schützt das Unternehmen jedoch nicht vor den harten Gesetzen des Kapitalmarkts. Die Bank of America startete die Bewertung der Aktie nun mit einer deutlichen Portion Skepsis.

Analysten mahnen zur Geduld

Die Investmentbank stuft das Papier mit „Neutral“ ein und setzt das Kursziel auf 12,00 US-Dollar fest. Das entspricht nur einem geringen Aufschlag zum aktuellen Kurs von 11,40 US-Dollar. Während die Konkurrenz noch an Genehmigungsverfahren scheitert, kämpft NuScale mit der operativen Umsetzung. Die Umwandlung von Vorverträgen in feste Aufträge verläuft langsamer als vom Markt erhofft.

Hoher Cash-Burn belastet

Finanziell steht das Unternehmen unter Druck. In den letzten zwölf Monaten summiert sich der negative freie Cashflow auf 753 Millionen US-Dollar. Da die erste Anlage erst für den Beginn des nächsten Jahrzehnts projektiert ist, wächst das Risiko für weitere Kapitalmaßnahmen.

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Im ersten Quartal 2026 enttäuschte NuScale mit einem Umsatz von lediglich 0,6 Millionen US-Dollar. Der Verlust pro Aktie lag bei 0,14 US-Dollar. Immerhin stützen liquide Mittel von rund einer Milliarde US-Dollar vorerst die Bilanz.

Strategische Expansion in Texas

Trotz der finanziellen Durststrecke erweitert NuScale seine Präsenz und eröffnete im April ein neues Operationszentrum in Houston. Parallel dazu laufen Planungen für Großprojekte in Rumänien und mit der Tennessee Valley Authority. Die Kooperation mit dem Brennstoffspezialisten Framatome wurde ferner vertieft.

Anleger blicken auf ein volatiles Jahr zurück: Seit Januar verlor das Papier rund 30 Prozent an Wert. Vom 52-Wochen-Hoch bei 53,43 US-Dollar ist der Kurs derzeit weit entfernt. Die technologische Führungsposition muss sich nun in belastbaren Lieferverträgen beweisen.

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Diskussion zu Nuscale Power

Felix Baarz

Felix Baarz ist Wirtschaftsjournalist mit mehr als 15 Jahren Erfahrung in der Berichterstattung über internationale Finanzmärkte. Als gebürtiger Kölner begann er seine Laufbahn bei einer deutschen Fachpublikation, bevor er für sechs Jahre nach New York zog.

In New York berichtete er direkt aus dem Zentrum der globalen Finanzwelt über Entwicklungen an der Wall Street und wirtschaftspolitische Entscheidungen von internationaler Tragweite. Diese Zeit prägte seine analytische Herangehensweise an komplexe Wirtschaftsthemen.

Heute arbeitet Baarz als freier Journalist für führende deutschsprachige Wirtschafts- und Finanzmedien. Seine Schwerpunkte liegen auf der fundierten Analyse globaler Finanzmärkte und der verständlichen Aufbereitung wirtschaftspolitischer Zusammenhänge. Neben seiner schriftlichen Arbeit moderiert er Fachdiskussionen und nimmt an Expertenrunden teil.

Sein journalistischer Ansatz kombiniert tiefgreifende Recherche mit präziser Analyse, um Lesern Orientierung in einer sich wandelnden Wirtschaftswelt zu bieten.