Nucor legte gestern die Q4- und Jahreszahlen 2025 vor und verfehlte damit die Markterwartungen. Das Management zeigte sich dennoch zuversichtlich für 2026 und verwies auf strategische Initiativen sowie erwartete günstigere Marktbedingungen. Gleichzeitig meldete das Unternehmen erste wöchentliche Preisanhebungen bei heißgewalztem Band (HRC).
Wichtige Fakten
– Q4 2025 bereinigtes Ergebnis je Aktie: $1,73
– Q4 2025 Umsatz: $7,69 Mrd.
– Q1‑2026‑Ausblick: Nucor erwartet steigende Gewinne in allen drei Segmenten
– HRC-Spotpreis (Endanwender): $965 pro Shortton (Anstieg um $5; Stand 26. Januar)
Die Zahlen im Detail
Nucor wies für das vierte Quartal bereinigtes Ergebnis je Aktie von $1,73 und einen Umsatz von $7,69 Mrd. aus. Diese Kennzahlen lagen unter den Markterwartungen, wie das Unternehmen selbst anmerkte. Trotz der enttäuschenden Quartalskennzahlen betonte das Management eine positive Sicht für das laufende Jahr und nannte konkrete Treiber für das erste Quartal: höhere Volumina und bessere realisierte Preise im Werksbereich sowie Volumenwachstum bei stabilen Preisen im Stahlproduktesegment.
Marktdynamik und Importrisiken
Die Produktionssegmente starteten mit kräftigen Auftragsbeständen ins Jahr. Das Werkssegment meldete ein Auftragsplus von fast 40% im Jahresvergleich, das Stahlproduktesegment ein Plus von rund 15%. Nucor beobachtet zudem eine Abnahme der Stahlimporte 2025 und rechnet damit, dass das Importniveau 2026 auf gleichem oder niedrigerem Niveau bleibt — gestützt durch die Section‑232‑Zölle.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Nucor?
Internationale Prognosen sehen eine moderate Erholung: Worldsteel erwartet eine globale Nachfragezunahme von etwa 1,3% für 2026; Fitch prognostiziert ein leichtes einstelligen Prozentwachstum der US‑Stahlnachfrage. Gleichzeitig warnte am 28. Januar eine Investmentbank vor möglicher Konkurrenz durch preiswertere Importe aus Südostasien und Brasilien, die ab Februar in den US‑Markt drängen könnten. Solche Lieferungen sowie mögliche Ausnahmeregelungen bei Section‑232 könnten Druck auf die US‑HRC‑Preise ausüben.
Nucor hob zuletzt zum zweiten Mal in Folge den wöchentlichen Spotpreis für HRC an. Zum 26. Januar lag der Listenpreis für Endanwender bei $965 pro Shortton, nach rund vier Wochen vorheriger Stabilität bei $950. Die Auftragsdurchlaufzeiten gab das Unternehmen mit drei bis fünf Wochen an — ein Hinweis auf eine allmähliche Nachfragebelebung.
Ausblick
Für Q1 2026 erwartet Nucor steigende Gewinne in allen drei Geschäftsbereichen, getragen von höheren Volumina und besseren realisierten Preisen im Werksgeschäft, größeren Mengen bei stabilen Preisen im Produktesegment sowie verbesserten Ergebnissen im Rohstoffbereich. Entscheidend für die Umsetzung sind die Entwicklung der HRC‑Preise, das tatsächliche Importniveau in den kommenden Wochen und die Fortsetzung der aktuellen Auftragslage. Relevante kurzfristige Datenpunkte sind die wöchentlichen HRC‑Preislisten und mögliche Entscheidungen zu Section‑232‑Ausnahmen.
Nucor-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Nucor-Analyse vom 28. Januar liefert die Antwort:
Die neusten Nucor-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Nucor-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 28. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Nucor: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
