Startseite » Europa-Märkte » Novo Nordisk: Dr. Reddy’s generisches Ozempic in Kanada
Symbolbild, KI-generiert

Novo Nordisk: Dr. Reddy’s generisches Ozempic in Kanada

Novo Nordisk startet 15-Milliarden-Kronen-Rückkaufprogramm gegen wachsende Konkurrenz bei Abnehmpillen und Generika.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • 15 Milliarden Kronen für Aktienrückkauf
  • Eli Lillys neue Pille Foundayo als Konkurrenz
  • Erstes Semaglutid-Generikum in Kanada zugelassen
  • Umsatzprognose für 2026 gesenkt

Novo Nordisk kündigt ein milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm an. Der dänische Pharmakonzern nimmt dafür 15 Milliarden Dänische Kronen in die Hand. Der Zeitpunkt ist bewusst gewählt. Das Unternehmen wehrt sich gegen eine völlig neue Wettbewerbslandschaft bei GLP-1-Medikamenten.

Konkurrenz bei Abnehmpillen wächst

Besonders bei den oralen Medikamenten nimmt der Druck zu. Eli Lilly bietet seit Ende April sein neues Präparat „Foundayo“ an. Die tägliche Pille erfordert keine Einschränkungen bei Nahrung oder Wasser. Ein klarer Vorteil im Alltag der Patienten.

Die klinischen Daten zeigen einen Gewichtsverlust von rund zwölf Prozent. Selbstzahler zahlen dafür monatlich bis zu 349 US-Dollar. Damit zielt das Produkt direkt auf die Kunden von Novo Nordisks oralem Semaglutid. Parallel dazu bereitet Viking Therapeutics für Herbst 2026 eigene Phase-III-Studien vor.

Generika erreichen Nordamerika

Ein weiterer Rückschlag ereignete sich in Kanada. Die dortigen Gesundheitsbehörden haben das erste Semaglutid-Generikum von Dr. Reddy’s Laboratories zugelassen. Das Originalpatent für Ozempic lief dort bereits im Januar aus.

Die Folge: ein massiver Preisverfall. Erste Generika starten meist bei 75 bis 85 Prozent des Originalpreises. Sobald drei oder mehr Anbieter auf dem Markt sind, fallen die Preise oft auf rund 35 Prozent. Aktuell prüfen die kanadischen Behörden acht weitere Zulassungsanträge.

Schwacher Ausblick und Kursentwicklung

Diese Entwicklungen belasten die Prognose. Novo Nordisk rechnet für das Gesamtjahr mit einem Umsatzrückgang von fünf bis 13 Prozent. Analysten verweisen auf eine hohe Schuldenlast. Hinzu kommt ein schwacher freier Cashflow, der die aktuellen Dividendenzahlungen nicht vollständig abdeckt.

An der Börse spiegelt sich diese Skepsis wider. Seit Jahresbeginn verlor die Aktie rund 21 Prozent an Wert. Zuletzt notierte das Papier bei 35,16 Euro. Immerhin gelang in den vergangenen 30 Tagen eine Erholung von gut 14 Prozent.

Am 7. Mai legt Novo Nordisk die Zahlen für das erste Quartal vor. Investoren achten dann auf zwei konkrete Punkte. Einerseits muss sich die Marktakzeptanz des neuen oralen Ozempic in den USA zeigen. Andererseits erwarten Analysten Details zur geplanten Zulassungserweiterung für Kinder und Jugendliche im zweiten Halbjahr.

Anzeige

Stand heute, 16. Oktober: Novo Nordisk – Kaufen, halten oder verkaufen?

Wer in Novo Nordisk investiert ist oder einen Einstieg prüft, sollte die Lage jetzt neu bewerten. Die Gratis-Analyse vom 16. Oktober gibt die klare Antwort – und zeigt, warum Abwarten gerade jetzt riskanter sein kann, als es wirkt.

Novo Nordisk: Gratis-Analyse (PDF) öffnen …

Diskussion zu Novo Nordisk

Redaktion Kapitalmarktexperten

Unter „Redaktion Kapitalmarktexperten“ erscheinen Beiträge, die mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz erstellt werden. Themenauswahl, Quellen und die redaktionellen Regeln verantwortet die Redaktion; verantwortlich im Sinne des § 18 Abs. 2 MStV ist Dr. Robert Sasse. Hinweise und Korrekturen: kapitalmarktexperten.de/korrekturen/