Novo Nordisk kündigt ein milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm an. Der dänische Pharmakonzern nimmt dafür 15 Milliarden Dänische Kronen in die Hand. Der Zeitpunkt ist bewusst gewählt. Das Unternehmen wehrt sich gegen eine völlig neue Wettbewerbslandschaft bei GLP-1-Medikamenten.
Konkurrenz bei Abnehmpillen wächst
Besonders bei den oralen Medikamenten nimmt der Druck zu. Eli Lilly bietet seit Ende April sein neues Präparat „Foundayo“ an. Die tägliche Pille erfordert keine Einschränkungen bei Nahrung oder Wasser. Ein klarer Vorteil im Alltag der Patienten.
Die klinischen Daten zeigen einen Gewichtsverlust von rund zwölf Prozent. Selbstzahler zahlen dafür monatlich bis zu 349 US-Dollar. Damit zielt das Produkt direkt auf die Kunden von Novo Nordisks oralem Semaglutid. Parallel dazu bereitet Viking Therapeutics für Herbst 2026 eigene Phase-III-Studien vor.
Generika erreichen Nordamerika
Ein weiterer Rückschlag ereignete sich in Kanada. Die dortigen Gesundheitsbehörden haben das erste Semaglutid-Generikum von Dr. Reddy’s Laboratories zugelassen. Das Originalpatent für Ozempic lief dort bereits im Januar aus.
Die Folge: ein massiver Preisverfall. Erste Generika starten meist bei 75 bis 85 Prozent des Originalpreises. Sobald drei oder mehr Anbieter auf dem Markt sind, fallen die Preise oft auf rund 35 Prozent. Aktuell prüfen die kanadischen Behörden acht weitere Zulassungsanträge.
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Schwacher Ausblick und Kursentwicklung
Diese Entwicklungen belasten die Prognose. Novo Nordisk rechnet für das Gesamtjahr mit einem Umsatzrückgang von fünf bis 13 Prozent. Analysten verweisen auf eine hohe Schuldenlast. Hinzu kommt ein schwacher freier Cashflow, der die aktuellen Dividendenzahlungen nicht vollständig abdeckt.
An der Börse spiegelt sich diese Skepsis wider. Seit Jahresbeginn verlor die Aktie rund 21 Prozent an Wert. Zuletzt notierte das Papier bei 35,16 Euro. Immerhin gelang in den vergangenen 30 Tagen eine Erholung von gut 14 Prozent.
Am 7. Mai legt Novo Nordisk die Zahlen für das erste Quartal vor. Investoren achten dann auf zwei konkrete Punkte. Einerseits muss sich die Marktakzeptanz des neuen oralen Ozempic in den USA zeigen. Andererseits erwarten Analysten Details zur geplanten Zulassungserweiterung für Kinder und Jugendliche im zweiten Halbjahr.
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