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Symbolbild, KI-generiert

Novo Nordisk Aktie: Semaglutid schlägt zurück?

Eine Versorgungsanalyse verknüpft eine höhere Semaglutid-Dosis mit sechs Prozent weniger schweren Herz-Kreislauf-Ereignissen als Tirzepatid-Wechsel.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Analyse umfasst 636.525 Erwachsene
  • CagriSema erzielte geschätzten Gewichtsverlust
  • Nanexa-Rechte für fünf Programme gesichert
  • Hengrui-Lizenzdeal bis zu 2,6 Milliarden USD

Novo Nordisk hat neue Daten aus der klinischen Praxis vorgelegt, die den eigenen Kassenschlager Semaglutid im direkten Vergleich mit der Konkurrenz stärken sollen.

Eine retrospektive Untersuchung an 636.525 Erwachsenen mit Typ-2-Diabetes ergab, dass eine Erhöhung der Semaglutid-Dosis das Risiko für schwere kardiovaskuläre Ereignisse um 6 Prozent senkt – verglichen mit einem Wechsel auf Eli Lillys Wirkstoff Tirzepatid. Das teilte das dänische Pharmaunternehmen gestern mit.

Für den Konzern kommt das Ergebnis zur rechten Zeit. Der Wettbewerb um Marktanteile bei Therapien gegen Diabetes und Fettleibigkeit spitzt sich seit Monaten zu. Anleger achten zunehmend darauf, ob Novo Nordisk seinen Vorsprung verteidigen kann, während die Aktie gestern im Handel bei 33,77 Euro schloss und damit einen Tagesverlust von 0,9 Prozent verbuchte.

Studienergebnisse stützen die eigene Pipeline

Die neuen Daten aus der Versorgungsforschung reihen sich in eine Serie wissenschaftlicher Zwischenerfolge ein. Am 21. September hatte das Unternehmen bereits erste Ergebnisse aus der Phase-3-Studie REIMAGINE 5 veröffentlicht.

Dort erreichte die Wirkstoffkombination CagriSema in einer Dosierung von 1,0 mg / 1,0 mg einen geschätzten durchschnittlichen Gewichtsverlust von 12,4 Prozent, während Probanden unter 5 mg Tirzepatid eine Reduktion von 9,1 Prozent verzeichneten.

Mit diesen Resultaten versucht der Konzern zu belegen, dass die eigenen Weiterentwicklungen im Rennen um die höchste Wirksamkeit konkurrenzfähig bleiben. Denn neben reinen Absatzzahlen rückt die klinische Überlegenheit bei Folgeerkrankungen wie Gefäßschäden und Herzinfarkten immer stärker in den Fokus von Ärzten und Kostenträgern.

Milliardenabkommen erweitern das Portfolio

Um sich technologisch breiter aufzustellen, griff das Management zuletzt auch extern zu. Am Freitag sicherte sich Novo Nordisk die Rechte an der Plattformtechnologie PharmaShell des schwedischen Unternehmens Nanexa für bis zu fünf Entwicklungsprogramme in den Bereichen Adipositas, Typ-2-Diabetes und kardiometabolische Erkrankungen.

Zudem meldete das Unternehmen gestern eine Lizenzvereinbarung mit Hengrui Pharma über den oral verabreichten Kandidaten HRS-1596, einen zweifachen GLP-1/GIP-Rezeptor-Agonisten für die wöchentliche Einnahme. Dieser Deal umfasst ein Gesamtvolumen von bis zu 2,6 Milliarden USD, inklusive einer Vorauszahlung von 300 Millionen USD.

Analysten bleiben nach Kursverlusten zurückhaltend

An der Börse spiegeln sich die operativen Weichenstellungen bislang nur bedingt wider. Seit Jahresbeginn büßte der Titel 23 Prozent an Wert ein. Trotz der jüngsten Studiendaten und Zukäufe agieren institutionelle Beobachter vorsichtig.

Die Deutsche Bank reduzierte am 22. September ihr Kursziel für das Papier von 265 DKK auf 245 DKK und behielt ihre Verkaufsempfehlung bei. Am Freitag stufte Bank of America Securities die Aktie zudem mit „Hold“ ein. Für Anleger bleibt entscheidend, ob die gemeldeten Datenvorteile ausreichen, um den Druck im kardiometabolischen Markt nachhaltig zu mindern.

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