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Symbolbild, KI-generiert

Novo Nordisk Aktie: Preisoffensive gegen Lilly

Der dänische Pharmakonzern halbiert die Listenpreise seiner GLP-1-Blockbuster in den USA ab 2027, um gegen Eli Lillys Marktführerschaft anzukämpfen und Versicherer zu gewinnen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Halbe Preise für Ozempic und Wegovy ab 2027
  • Reaktion auf sinkenden US-Marktanteil unter 40%
  • FDA-Zulassung für Hochdosis-Wegovy erteilt
  • Aktie notiert nahe 52-Wochen-Tief bei attraktiver Bewertung

Novo Nordisk halbiert die Listenpreise für Ozempic und Wegovy auf dem US-Markt — ein klares Eingeständnis, dass der Wettbewerbsdruck durch Eli Lilly spürbar geworden ist. Ab dem 1. Januar 2027 sollen beide Blockbuster-Medikamente für rund 675 Dollar pro Monat erhältlich sein. Damit reagiert der dänische Pharmariese auf einen markanten Rückgang seines Marktanteils im lukrativen GLP-1-Segment.

Marktanteil unter Druck

Ende 2025 fiel Novo Nordisks Anteil am US-amerikanischen GLP-1-Markt unter die 40-Prozent-Marke. Eli Lilly kontrolliert mittlerweile mehr als 60 Prozent des Segments. Die Preissenkung — Wegovy wird von rund 1.350 auf 675 Dollar, Ozempic von rund 935 auf ebenfalls 675 Dollar reduziert — zielt darauf ab, Arbeitgeber und Versicherer zu einer breiteren Kostenübernahme zu bewegen und verlorenes Terrain zurückzugewinnen.

Pipeline als zweites Standbein

Parallel zur Preisanpassung setzt das Unternehmen auf regulatorische und klinische Fortschritte. Am 19. März genehmigte die FDA Wegovy HD in der 7,2-mg-Hochdosisvariante, die in Studien einen mittleren Gewichtsverlust von 20,7 Prozent erzielte. Wenige Tage später, am 25. März, veröffentlichte Novo Nordisk Phase-2-Daten für den Triple-Agonisten UBT251: Bei Patienten mit Typ-2-Diabetes wurde der HbA1c-Wert nach 24 Wochen um bis zu 2,16 Prozentpunkte gesenkt — ein Hinweis, dass das Unternehmen die Abhängigkeit von semaglutidbasierten Produkten schrittweise reduzieren will.

Bewertung und Kapitalrückgaben

Die Aktie notiert derzeit nahe ihrem 52-Wochen-Tief und wird mit etwa dem Elffachen der für 2026 erwarteten Gewinne je Aktie bewertet — ein deutlicher Abschlag gegenüber historischen Niveaus. Eine Dividendenrendite von rund 5 Prozent sowie ein laufendes Aktienrückkaufprogramm über bis zu 15 Milliarden dänische Kronen unterstreichen die Kapitalrückgabe-Ambitionen. Eine Tranche von bis zu 3,8 Milliarden Kronen soll bis zum 4. Mai 2026 abgeschlossen sein, die Fortsetzung des Programms über den 26. März hinaus steht noch unter dem Vorbehalt der Genehmigung auf der diesjährigen Hauptversammlung.

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