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Novo Nordisk Aktie: PLATEAU-Studie mit Veru

Novo Nordisk startet Studie mit Veru, um Muskelschwund durch Wegovy zu verhindern. Die orale Pille übertrifft zudem die Erwartungen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Kostenlose Wegovy-Lieferung für Studie
  • Vorkaufsrecht für Kombinationstherapie
  • Orale Pille übertrifft Umsatzerwartungen
  • Aktie trotz Erfolgen im Minus

Novo Nordisk geht das größte Problem seiner Abnehmspritzen an. Patienten verlieren mit Wegovy massiv an Gewicht. Dabei schwindet oft auch wertvolle Muskelmasse. Eine neue Partnerschaft mit dem US-Unternehmen Veru soll dieses Dilemma nun lösen.

Fokus auf ältere Patienten

Der dänische Pharmakonzern liefert sein Medikament Wegovy kostenlos für die sogenannte PLATEAU-Studie. Veru kombiniert das Präparat dort mit seinem eigenen Wirkstoff Enobosarm. Das Ziel: Muskelmasse und körperliche Funktion bei älteren Patienten erhalten. Die Phase-2b-Studie umfasst rund 200 Teilnehmer ab 65 Jahren.

Novo Nordisk sichert sich im Gegenzug ein wichtiges Privileg. Das Unternehmen erhält das Vorkaufsrecht für künftige Lizenzen dieser Kombinationstherapie. Veru behält vorerst die weltweiten Vermarktungsrechte. An der Börse löste die Nachricht ein Beben aus. Die Aktien von Veru schossen am Donnerstag um über 160 Prozent in die Höhe.

Nachfrage übertrifft Erwartungen

Parallel dazu treibt Novo Nordisk die Markteinführung seiner oralen Wegovy-Pille voran. Das Medikament startete Anfang des Jahres in den USA. Bis Ende März verzeichnete der Konzern bereits über zwei Millionen Verschreibungen. Der Umsatz erreichte in diesem Zeitraum knapp 354 Millionen US-Dollar. Analysten hatten mit deutlich weniger gerechnet.

Das Management reagierte prompt auf den starken Absatz. Novo Nordisk hob die Jahresprognose für 2026 an. Der erwartete Rückgang bei Umsatz und operativem Gewinn fällt nun geringer aus. Inzwischen erhielt die Pille auch in den Vereinigten Arabischen Emiraten die Zulassung.

In Europa bremsen fehlende Kassenübernahmen den Absatz. In Tschechien nutzen beispielsweise nur knapp 100.000 von 2,4 Millionen berechtigten Patienten entsprechende Präparate. Weitere Märkte wie Großbritannien folgen voraussichtlich erst Ende 2026.

Aktie sucht den Boden

An der Börse spiegelt sich der operative Erfolg derzeit nicht wider. Die Aktie notiert aktuell bei 37,95 Euro. Auf Jahressicht steht ein Minus von gut 40 Prozent auf der Anzeigetafel. Der Markt gewichtet den zunehmenden Wettbewerb im Pharma-Sektor momentan stärker als neue Produktstarts. Institutionelle Investoren schichten ihre Portfolios entsprechend um.

Die neue Allianz mit Veru könnte langfristig einen entscheidenden Vorteil im Konkurrenzkampf liefern. Erste Zwischenergebnisse der gemeinsamen PLATEAU-Studie erwarten die Unternehmen im ersten Quartal 2027. Die finalen Daten folgen dann Ende des Jahres.

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