Startseite » News zu Unternehmen » Analystenstimmen » Novo Nordisk Aktie: Pfizer ausgestochen!
Symbolbild, KI-generiert

Novo Nordisk Aktie: Pfizer ausgestochen!

Novo Nordisk erzielt in einer Phase-3-Studie mit Etavopivat positive Ergebnisse und profitiert vom Scheitern des Konkurrenten Pfizer. Der Fortschritt kommt zur rechten Zeit, da das Kerngeschäft unter Druck steht.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Studie erreicht beide primären Endpunkte
  • Therapie reduziert Gefäßverschlüsse um 27 Prozent
  • Pfizer musste Konkurrenzpräparat vom Markt nehmen
  • Zulassungsantrag für 2026 geplant

Novo Nordisk kämpft an der Börse mit einem massiven Abwärtstrend. Seit dem Rekordhoch im Juni 2025 hat das Papier über 50 Prozent an Wert verloren, der RSI signalisiert mit 24,6 eine stark überverkaufte Lage. Mitten in dieser Schwächephase liefert der dänische Pharmakonzern nun einen klinischen Meilenstein abseits seines Kerngeschäfts — und profitiert dabei vom Scheitern eines großen Rivalen.

Doppelter Erfolg in der Phase-3-Studie

Die entscheidende HIBISCUS-Studie zum oralen Medikament Etavopivat erreichte beide primären Endpunkte. Das Mittel richtet sich gegen die Sichelzellkrankheit, an der weltweit rund acht Millionen Menschen leiden. Im Vergleich zu einem Placebo reduzierte die Therapie schmerzhafte Gefäßverschlüsse um 27 Prozent.

Auch beim Hämoglobinwert zeigte sich eine deutliche Überlegenheit. Fast die Hälfte der behandelten Patienten verzeichnete nach 24 Wochen einen signifikanten Anstieg, während in der Kontrollgruppe kaum Verbesserungen auftraten. Die Zeit bis zum ersten Gefäßverschluss verlängerte sich von knapp 21 auf über 38 Wochen.

Konkurrenz stolpert, Novo profitiert

Dieser Erfolg wiegt besonders schwer, wenn man auf das Marktumfeld blickt. Pfizer hatte mit einer milliardenschweren Übernahme ebenfalls den Markt für Sichelzellkrankheiten ins Visier genommen. Das Vorhaben scheiterte jedoch krachend in der späten Studienphase.

Im September 2024 musste der US-Rivale sogar das bereits zugelassene Präparat Oxbryta weltweit vom Markt nehmen. Daten hatten ein Ungleichgewicht bei tödlichen Ereignissen gezeigt. Novo Nordisk füllt nun genau diese Lücke mit einem Wirkstoff, der 2022 durch den Kauf von Forma Therapeutics ins Portfolio kam.

Diversifikation federt Umsatzschwund ab

Für die Dänen kommt der Fortschritt bei Bluterkrankungen zur rechten Zeit. Das angestammte Geschäft mit Diabetes- und Adipositas-Medikamenten steht unter Druck. Das Management rechnet für 2026 mit einem währungsbereinigten Umsatzrückgang von fünf bis 13 Prozent.

Parallel dazu stützt der Konzern den Aktienkurs mit Kapitalmaßnahmen. Im Rahmen eines laufenden Programms erwarb Novo Nordisk seit Februar eigene Papiere im Wert von über drei Milliarden Dänischen Kronen. Mittlerweile hält das Unternehmen 0,7 Prozent des eigenen Grundkapitals als eigene Aktien.

Der nächste formelle Schritt für den neuen Hoffnungsträger steht bereits fest. Novo Nordisk plant, in der zweiten Jahreshälfte 2026 den ersten Zulassungsantrag für Etavopivat einzureichen. Die detaillierten Studiendaten wird das Management zuvor auf einer wissenschaftlichen Fachkonferenz präsentieren.

Anzeige

Stand heute, 28. Oktober: Novo Nordisk – Kaufen, halten oder verkaufen?

Wer in Novo Nordisk investiert ist oder einen Einstieg prüft, sollte die Lage jetzt neu bewerten. Die Gratis-Analyse vom 28. Oktober gibt die klare Antwort – und zeigt, warum Abwarten gerade jetzt riskanter sein kann, als es wirkt.

Novo Nordisk: Gratis-Analyse (PDF) öffnen …

Diskussion zu Novo Nordisk

Redaktion Kapitalmarktexperten

Unter „Redaktion Kapitalmarktexperten“ erscheinen Beiträge, die mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz erstellt werden. Themenauswahl, Quellen und die redaktionellen Regeln verantwortet die Redaktion; verantwortlich im Sinne des § 18 Abs. 2 MStV ist Dr. Robert Sasse. Hinweise und Korrekturen: kapitalmarktexperten.de/korrekturen/