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Novo Nordisk Aktie: Herzstudie scheitert

Der dänische Pharmakonzern verzeichnet einen kräftigen Kursrückgang, nachdem der Wirkstoff Ziltivekimab in der Phase-3-Studie ZEUS keinen Nutzen zeigte. Der Geschäftsausblick bleibt unverändert.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Kursverlust von rund 8,5 Prozent
  • Phase-3-Studie ZEUS verfehlt primäres Ziel
  • Keine Prognoseanpassung für 2026
  • Weitere Studien laufen bis 2027

Ein Antikörper, der genau das tut, was er soll – und trotzdem nichts bringt. Genau das ist Novo Nordisk mit Ziltivekimab passiert, und der Markt quittiert es prompt mit einem deutlichen Kursabschlag.

Die Aktie verlor an der Heimatbörse in Kopenhagen zeitweise rund 8,5 Prozent und rutschte auf 302,90 dänische Kronen ab. Auslöser war die Bekanntgabe der Ergebnisse aus der ZEUS-Studie, einer großangelegten Phase-3-Untersuchung mit über 6.300 Teilnehmern.

Wirkstoff funktioniert, Ziel verfehlt

Ziltivekimab sollte über die Hemmung des Entzündungsbotenstoffs IL-6 das Risiko für schwere kardiovaskuläre Ereignisse senken – bei Patienten mit Arteriosklerose, chronischer Nierenerkrankung und erhöhten Entzündungswerten. Auf biologischer Ebene funktionierte das auch: Der Antikörper erreichte sein Ziel und senkte die erwarteten Entzündungsmarker zuverlässig. Nur half das den Patienten am Ende nicht. Die Hazard Ratio lag bei 0,99, statistisch praktisch kein Unterschied zu Placebo.

Entwicklungschef Martin Holst Lange sprach von einem wichtigen wissenschaftlichen Erkenntnisgewinn, auch wenn der erhoffte Nutzen für die Patienten ausblieb. Nebenwirkungen traten insgesamt vergleichbar häufig auf wie unter Placebo, allerdings zeigte sich unter Ziltivekimab eine höhere Rate an schweren Infektionen – ein Befund, der zur bekannten Wirkweise von IL-6-Hemmern passt. Bei der Gesamtsterblichkeit gab es keine Unterschiede.

Bilanzielle Folgen, aber keine Prognosekorrektur

Für das laufende Geschäftsjahr bleibt der Ausblick für den bereinigten operativen Gewinn unverändert. Im dritten Quartal 2026 muss Novo Nordisk allerdings eine nicht zahlungswirksame Wertberichtigung verbuchen, deren genaue Höhe das Unternehmen bislang nicht bezifferte.

Zwei weitere Studien zu Ziltivekimab laufen unterdessen weiter: HERMES bei Herzinsuffizienz-Patienten und ARTEMIS nach akutem Herzinfarkt. Beide sollen in der ersten Jahreshälfte 2027 Ergebnisse liefern. Die vollständigen ZEUS-Daten will Novo Nordisk im Laufe des Jahres 2026 auf einer wissenschaftlichen Fachkonferenz vorstellen.

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Diskussion zu Novo Nordisk

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

Heute teile ich meine Expertise durch den Newsletter "Chartanalyse-Trends", den Börsendienst "Momentum Trader", Vorträge auf Messen wie der Invest Stuttgart sowie YouTube-Videos. Mein "Timing is Money"-Ansatz identifiziert optimale Ein- und Ausstiegszeitpunkte für Aktien, Gold, Kryptowährungen und weitere Anlageklassen.