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Novo Nordisk Aktie: CVS beendet Wegovy-Exklusivität am 1. Juni

CVS Caremark beendet bevorzugte Listung von Wegovy. Eli Lillys GLP-1-Produkte erhalten gleichen Zugang, Novo Nordisk Aktie fällt um 3,4 Prozent.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • CVS Caremark streicht Wegovy-Vorteil
  • Eli Lillys Produkte gleichgestellt
  • Novo Nordisk Aktie fällt 3,4 Prozent
  • Aktienrückkaufprogramm läuft weiter

Novo Nordisk steht unter Druck. Am 1. Juni 2026 hat CVS Caremark, einer der größten US-Pharmadienstleister, die bevorzugte Listung von Wegovy beendet. Eli Lillys Konkurrenzprodukte Foundayo und Zepbound erhalten ab sofort denselben Zugang. Damit fällt ein kommerzieller Vorteil weg, der Novo Nordisk im US-Adipositas-Markt bislang einen Vorsprung verschaffte.

CVS Caremark stellt GLP-1-Therapien gleich

Bisher profitierte Wegovy von einem bevorzugten Status im Formulary von CVS Caremark. Diese Vorzugsstellung ist Geschichte. Seit dem 1. Juni steht Lillys orale Therapie Foundayo auf derselben Stufe. Am 1. Oktober folgt Zepbound. Alle drei GLP-1-Präparate konkurrieren nun auf Augenhöhe um Verschreibungen und Erstattungen innerhalb des CVS-Netzwerks.

Die Entscheidung trifft Novo Nordisk in einer Phase, in der der Wettbewerb um GLP-1-Therapien ohnehin zunimmt. Ärzte und Kostenträger entscheiden künftig stärker nach klinischen Ergebnissen und Präferenzen — nicht nach Listungsvorteilen.

Aktie gibt deutlich nach

Die Novo Nordisk ADR schloss am 1. Juni mit einem Minus von 3,41 Prozent. Der Sektor Pharma und Medizinforschung verlor im Schnitt 1,97 Prozent — Novo Nordisk fiel also stärker. Die Aktie notiert aktuell bei 36,98 Euro, rund 17 Prozent unter dem Jahresanfang und 42 Prozent unter dem Vorjahreswert. Vom 52-Wochen-Hoch bei 70,13 Euro im Juni 2025 trennen sie 47 Prozent.

Analysten nennen drei Gründe für den Kursrutsch: verschärfter Wettbewerb im GLP-1-Segment, die Formulary-Änderung zugunsten von Eli Lilly und die Prognose eines Gewinnrückgangs trotz angehobener Jahresziele.

Prognose bleibt verhalten

Novo Nordisk hat seine Erwartungen für 2026 zwar nach oben korrigiert. Dennoch rechnet das Unternehmen mit einem Rückgang bei bereinigtem Umsatz und operativem Gewinn. Die starke Nachfrage nach GLP-1-Produkten reicht offenbar nicht aus, um strukturelle Herausforderungen zu kompensieren.

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Im ersten Quartal 2026 lag der Gewinn je Aktie bei 1,04 US-Dollar und übertraf die Analystenschätzung von 0,87 US-Dollar. Der Umsatz erreichte 10,85 Milliarden US-Dollar — nahezu exakt im Rahmen der Erwartungen von 10,86 Milliarden. Die orale Wegovy-Pille überschritt seit ihrem US-Launch im Januar 2 Millionen Verschreibungen, etwa doppelt so viele wie ursprünglich prognostiziert.

Aktienrückkauf läuft weiter

Parallel dazu setzt Novo Nordisk sein Rückkaufprogramm fort. Am 6. Mai 2026 startete eine neue Tranche unter EU-Marktmissbrauchsregeln. Insgesamt will das Unternehmen bis zu 15 Milliarden Dänische Kronen über zwölf Monate zurückkaufen, beginnend am 4. Februar 2026. Die aktuelle Tranche umfasst B-Aktien im Wert von bis zu 11,2 Milliarden Kronen und läuft bis zum 1. Februar 2027.

Novo Nordisk hält derzeit 35.074.480 eigene B-Aktien, das entspricht 0,8 Prozent des Grundkapitals.

Analysten uneins über Bewertung

Die Analystenmeinungen gehen auseinander. Der Konsens lautet „Halten“. Einige Experten erwarten sinkende Umsatz- und Gewinnwachstumsraten für das laufende Geschäftsjahr. Schwächere Free-Cashflow-Umwandlung und höhere Verschuldung belasten die Bewertung zusätzlich.

Für Investoren rückt nun die Frage in den Vordergrund, wie sich Novo Nordisk ohne Formulary-Vorteile gegen Eli Lilly behauptet. Die nächste Bewährungsprobe steht vom 5. bis 8. Juni an: Auf den Scientific Sessions der American Diabetes Association in New Orleans präsentiert Novo Nordisk 40 Abstracts. Im Mittelpunkt stehen Phase-3-Daten der REIMAGINE-1–3-Studien zu CagriSema — einer wöchentlichen Injektion, die den Amylin-Analogon Cagrilintid mit dem GLP-1-Rezeptoragonisten Semaglutid kombiniert. Zielindikationen sind Typ-2-Diabetes, Adipositas und Gewichtsmanagement.

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