Novo Nordisk steckt in einem seltenen Widerspruch: Das Unternehmen kauft massiv eigene Aktien zurück, warnt aber gleichzeitig vor einem deutlichen Umsatzrückgang. Wer hat hier recht — das Kapitalmarktteam oder die Prognoseabteilung?
Seit Anfang Februar hat Novo Nordisk im Rahmen seines 15-Milliarden-Kronen-Rückkaufprogramms rund 11 Millionen B-Aktien zu einem Durchschnittspreis von 257,56 Dänischen Kronen erworben. Der Transaktionswert liegt bei knapp 2,84 Milliarden Kronen. Das Unternehmen hält damit Aktien im Wert von rund 0,6 Prozent des Gesamtkapitals als eigene Bestände. Ein klares Signal an Aktionäre — zumindest auf dem Papier.
Umsatz soll schrumpfen, Stellen wachsen
Das operative Bild ist weniger beruhigend. Für das Gesamtjahr 2026 erwartet Novo Nordisk einen Umsatzrückgang zwischen 5 und 13 Prozent auf konstanter Währungsbasis. Der Hauptgrund: wachsender Wettbewerb im GLP-1-Markt und sinkende Preise in den USA. Der amerikanische Markt macht rund 60 Prozent des globalen Umsatzes aus — Druck dort trifft das Unternehmen direkt.
Parallel dazu stellt Novo Nordisk rund 2.000 neue Mitarbeiter ein. Schwerpunkte sind Produktion, Forschung und der kommerzielle Bereich. Das klingt nach Wachstum, ist aber eher Wiederaufbau: 2025 hatte das Unternehmen fast 7.800 Stellen gestrichen — die größte Stellenreduktion seiner Geschichte. CEO Mike Doustdar setzt nun auf selektives Wachstum in den profitabelsten Segmenten.
Wegovy bekommt ein Abo-Modell
Einen konkreten Schritt zur Umsatzstabilisierung hat Novo Nordisk Ende März unternommen. Für Wegovy, das Abnehmmittel auf Semaglutid-Basis, gibt es jetzt ein Abonnementmodell für selbst zahlende Patienten in den USA. Über Telehealth-Plattformen wie Ro, Weight Watchers und LifeMD können Nutzer Monatspakete buchen.
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Die Preise staffeln sich nach Laufzeit: Der Wegovy-Pen kostet zwischen 329 Dollar monatlich für drei Monate und 249 Dollar für ein Jahresabo. Die Pillenform liegt zwischen 289 und 249 Dollar je Monat. Novo Nordisk beziffert die möglichen Jahresersparnisse für Patienten auf 120 bis 1.200 Dollar — je nach Präparat und Plan.
Kurs weit unter Hochpunkt
Die Aktie notiert aktuell bei rund 34,65 Euro — mehr als 50 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 70,13 Euro. Seit Jahresbeginn hat das Papier knapp 22 Prozent verloren. Der RSI liegt bei 25, was technisch als überverkauft gilt. Vom Jahrestief Ende März hat sich der Kurs immerhin um knapp 14 Prozent erholt.
Das Abo-Modell für Wegovy ist ein Versuch, Marktanteile gegen aufholende Konkurrenten zu verteidigen. Ob das reicht, um den Umsatzrückgang abzufedern, zeigen die nächsten Quartalszahlen — die Prognose lässt wenig Spielraum für Enttäuschungen.
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