Die neue Wegovy-Pille von Novo Nordisk startet stark. Während die Patientennachfrage Rekorde bricht, schlagen Analysten bereits Alarm. Ein ungünstiger Mix bei den Verschreibungen könnte dem Pharma-Riesen im ersten Quartal die Bilanz verhageln.
BMO Capital hat das Kursziel für die Aktie von 45 auf 36 US-Dollar gesenkt. Der Grund liegt im Detail der frühen Verschreibungsdaten. Der Datenanbieter IQVIA zählte im ersten Quartal 2026 rund 721.000 Rezepte für die Wegovy-Pille. Das Problem: Etwa 450.000 davon entfallen auf die niedrigste Dosierung von 1,5 Milligramm. Diese Einstiegsvariante kostet im Direktvertrieb lediglich 149 US-Dollar pro Monat. Das bringt kaum Umsatz. BMO rechnet daher für das erste Quartal mit Einnahmen von 881 Millionen Dänischen Kronen. Der Marktkonsens liegt bei gut einer Milliarde Kronen. Ein Verfehlen der Erwartungen um zwölf Prozent steht im Raum.
Hoffnungsträger Hochdosis
Um diese Lücke zu schließen, muss Novo Nordisk dringend teurere Varianten verkaufen. Der Konzern hat sein Angebot in den USA deshalb erweitert. Die neue Wegovy HD-Spritze mit 7,2 Milligramm ist nun landesweit verfügbar und kostet Selbstzahler etwa 399 US-Dollar im Monat. In klinischen Studien zeigten Patienten damit einen durchschnittlichen Gewichtsverlust von über 20 Prozent. Genau diese Hochdosis-Therapie soll den Umsatz im restlichen Jahresverlauf signifikant antreiben.
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Wachsender Konkurrenzdruck
Parallel dazu wächst der Druck von außen. Amazon Pharmacy liefert das Konkurrenzprodukt Foundayo von Eli Lilly ab sofort am selben Tag direkt an die Patienten. Das Management von Novo Nordisk rechnet für 2026 ohnehin mit schwierigen Bedingungen auf dem US-Markt. Geringere Erstattungen durch Medicaid und neue Preisabkommen belasten das Geschäft. Umsatz und Betriebsgewinn sollen währungsbereinigt um fünf bis 13 Prozent sinken. Die Folge: Der Titel steht massiv unter Druck. Aktuell notiert das Papier bei 33,16 Euro und rutscht damit extrem nah an sein 52-Wochen-Tief. Ein RSI-Wert von 19,5 unterstreicht die stark überverkaufte Situation der Aktie.
Blick auf die Zahlen
Trotz des Gegenwinds hält das Management an seinem laufenden Aktienrückkaufprogramm fest. Von den geplanten 15 Milliarden Dänischen Kronen hat das Unternehmen bis Anfang April bereits 2,8 Milliarden investiert. Im Mai präsentiert Novo Nordisk die Ergebnisse für das erste Quartal. Dann liegen die echten Verkaufszahlen der Wegovy-Pille erstmals auf dem Tisch.
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