Die Aktionäre des dänischen Pharmagiganten haben eine Woche zum Vergessen hinter sich: Nach einem herben Rückschlag in der Forschung stürzte das Papier auf ein Mehrjahrestief ab. Doch statt Wunden zu lecken, holt das Management am Wochenende zum doppelten Gegenschlag aus. Mit einer radikalen Preisoffensive in den USA und einem neuen Zulassungsantrag stellt sich die drängende Frage: Kann Novo Nordisk damit das Ruder herumreißen und die Talfahrt stoppen?
Das Scheitern der Alzheimer-Hoffnung
Bevor die Gegenoffensive startete, dominierte Enttäuschung das Marktgeschehen. Auslöser für den jüngsten Kursrutsch war das Scheitern der Phase-3-Studie „EVOKE“. Investoren hatten große Hoffnungen in die Behandlung von Alzheimer im Frühstadium mittels oralem Semaglutid gesetzt.
Doch die Ergebnisse waren ernüchternd: Es konnte keine statistisch signifikante Verlangsamung des Krankheitsverlaufs nachgewiesen werden. Da die Börse diesen potenziellen Milliardenmarkt bereits teilweise eingepreist hatte, reagierten Anleger panisch. Dieser Rückschlag passt ins Bild eines schwierigen Jahres, in dem die Aktie seit Januar bereits über 50 Prozent an Wert eingebüßt hat.
Preiskampf gegen Eli Lilly
Um das Kerngeschäft gegen den Erzrivalen Eli Lilly und wachsenden politischen Druck zu verteidigen, greift Novo Nordisk nun tief in die Trickkiste. Für die Blockbuster-Medikamente Wegovy und Ozempic wurde eine drastische Preissenkung in den USA angekündigt.
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Neue Patienten sollen mit einem Einstiegspreis von 199 US-Dollar geködert werden, bevor der reguläre Monatspreis auf 349 US-Dollar sinkt – eine deutliche Reduktion gegenüber den bisherigen 499 US-Dollar. Die Strategie ist klar: Lieber auf Marge verzichten, als Marktanteile zu verlieren. Das Management setzt darauf, über das Volumen die Einnahmen zu sichern.
Die neue Super-Dosis
Gleichzeitig soll ein technologischer Vorsprung für neue Fantasie sorgen. Das Unternehmen hat bei der US-Behörde FDA die Zulassung für eine hochdosierte 7,2 mg-Variante von Wegovy beantragt. Die klinischen Daten der „STEP UP“-Studie liefern hierfür starke Argumente:
* Wirkung: Patienten erzielten einen Gewichtsverlust von durchschnittlich 20,7 Prozent.
* Vergleich: Dies übertrifft die bisherigen 15 bis 17 Prozent der Standarddosis deutlich.
* Erfolg: Über 90 Prozent der Probanden verloren signifikant an Gewicht.
Fazit: Bodenbildung in Sicht?
Der Markt muss nun abwägen: Wiegt der Verlust der Alzheimer-Fantasie schwerer als die Verteidigung der Marktführerschaft im Adipositas-Sektor? Am Freitag konnte sich das Papier zumindest etwas stabilisieren und legte um gut 2 Prozent auf 42,65 Euro zu. Die aggressive Nachrichtenlage vom Wochenende signalisiert den Anlegern zumindest eines deutlich: Novo Nordisk ist bereit zu kämpfen.
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