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Novo Nordisk Aktie: 84 Prozent Fettabbau in STEP UP

Novo Nordisk präsentiert Studienergebnisse zu höherer Wegovy-Dosis: Fettabbau dominiert, Muskelkraft bleibt erhalten. Aktie erholt sich leicht.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Höhere Wegovy-Dosis im Fokus
  • 84 Prozent Gewichtsverlust aus Fett
  • Muskelkraft blieb über 72 Wochen stabil
  • Aktie erholt sich auf 40,05 Euro

Novo Nordisk liefert neue Argumente für die nächste Phase im Adipositas-Markt. Im Zentrum steht eine höhere Wegovy-Dosis: Sie soll Gewicht senken, ohne die körperliche Leistungsfähigkeit spürbar zu schwächen. Genau dieser Punkt ist für GLP-1-Medikamente besonders wichtig, weil der Markt zunehmend nicht nur auf Kilos schaut, sondern auf die Qualität des Gewichtsverlusts.

Auf dem Europäischen Adipositas-Kongress in Istanbul präsentierte Novo Nordisk am 11. und 12. Mai neue Daten aus STEP UP, einer Studie mit mehr als 1.400 Erwachsenen mit Adipositas. Die Botschaft ist klar: Semaglutid soll in höherer Dosierung vor allem Fett reduzieren.

Fettverlust statt Kraftverlust

In der Subanalyse verfolgten MRT-Scans die Veränderung der Körperzusammensetzung. Demnach entfielen 84 Prozent des verlorenen Gewichts auf Fettmasse, während die Muskelmasse gegenüber dem Ausgangswert nur um 10 Prozent zurückging. Das viszerale Bauchfett sank um mehr als 30 Prozent.

Wichtig ist der funktionelle Teil. Im 30-Sekunden-Aufsteh-Test hielten die Teilnehmer unter Semaglutid ihr Kraftniveau über den 72-wöchigen Behandlungszeitraum, verglichen mit der Placebogruppe. Für Novo Nordisk ist das ein starkes Signal, weil Kritik an Muskelverlust bei Adipositas-Therapien zuletzt häufiger aufgegriffen wurde.

Zusätzliche Daten für Frauen

Auch bei Frauen zeigte sich ein breiteres Bild. Die Gewichtsreduktion fiel über verschiedene Lebensphasen hinweg ähnlich aus, also vor, während und nach der Menopause. Damit versucht Novo Nordisk, Wegovy stärker als Therapie mit metabolischem Zusatznutzen zu positionieren.

Bei Migräne lag das Risiko nach der Startphase der Behandlung um 42 bis 45 Prozent niedriger. Beim Depressionsrisiko zeigte die Analyse einen Rückgang um 25 Prozent gegenüber einer alleinigen menopausalen Hormontherapie. Das sind Zusatzsignale, keine alleinige Grundlage für eine Neubewertung des Medikaments. Für die Wahrnehmung der Pipeline helfen sie trotzdem.

Aktie erholt sich, Bilanz bleibt gemischt

An der Börse treffen die Daten auf eine Aktie, die zuletzt wieder Boden gutgemacht hat. Der Schlusskurs lag am Dienstag bei 40,05 Euro, seit Jahresbeginn steht dennoch ein Minus von 10,35 Prozent. Über den vergangenen Monat summiert sich das Plus auf 24,41 Prozent.

Die Fundamentaldaten erklären die vorsichtige Erholung. Im jüngsten Quartal erzielte Novo Nordisk einen Nettogewinn von 48,6 Milliarden DKK, während der bereinigte Umsatz währungsbereinigt um 4 Prozent auf 70,1 Milliarden DKK sank. International lief das Geschäft besser: Außerhalb der USA wuchsen die Erlöse um 6 Prozent, getrieben von einem starken Plus im Adipositas-Geschäft.

Der Vorstand hat die Jahresprognose angehoben und verweist auf Schwung durch die orale Wegovy-Variante. In den USA startete die Tablette Anfang Januar, ausgewählte internationale Märkte sollen im zweiten Halbjahr folgen. Parallel dazu baut Novo Nordisk die Produktion aus, unter anderem im irischen Athlone, wo Kapazitäten für orale GLP-1-Produkte bis 2028 schrittweise entstehen sollen.

Der nächste konkrete Prüfpunkt liegt damit bei den internationalen Starts der Wegovy-Tablette. Gelingt dort ein sauberer Hochlauf, hätten die neuen Studiendaten mehr Gewicht als nur einen kurzfristigen Kurstreiber.

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