Morgen startet ein entscheidendes Programm für Novo Nordisk in den USA. Das sogenannte „Medicare GLP-1 Bridge“-Projekt öffnet den Zugang zu Abnehmspritzen für Millionen Amerikaner. Der dänische Pharmakonzern positioniert sich damit für einen massiven Nachfrageschub.
Millionen-Markt öffnet sich
Ab dem 1. Juli 2026 können berechtigte Medicare-Patienten das Präparat Wegovy beziehen. Die Zuzahlung liegt bei 50 US-Dollar pro Monat. Das Programm richtet sich an Menschen mit einem Body-Mass-Index über 35. Auch Patienten mit einem Wert ab 30 und Begleiterkrankungen qualifizieren sich.
Rund 3,8 Millionen Versicherte kommen für diese Abdeckung infrage. Die US-Regierung übernimmt dabei Nettokosten von etwa 245 Dollar pro Patient und Monat. Das Pilotprojekt läuft bis Ende Dezember 2027.
Aktienrückkäufe und Analystenstimmen
Parallel dazu treibt das Management die Kapitalrückflüsse voran. Seit Februar kaufte Novo Nordisk eigene Aktien für rund 5,9 Milliarden Dänische Kronen zurück. Das entspricht etwa 0,9 Prozent des gesamten Grundkapitals.
Die Investmentbank Jefferies blickt derweil verhalten auf das zweite Halbjahr. Analyst Michael Leuchten hob das Kursziel zwar auf 285 Kronen an. Er belässt die Einstufung aber auf „Hold“. Als Grund nennt er zahlreiche Unsicherheiten für den weiteren Jahresverlauf.
Charttechnik signalisiert Überhitzung
An der Börse zeigt der Trend aktuell steil nach oben. Auf Monatssicht legte der Kurs um knapp zwölf Prozent zu. Am Montag schloss das Papier bei 42,35 Euro. Damit notiert der Titel wieder über der wichtigen 200-Tage-Linie.
Kurz gesagt: ein heiß gelaufener Chart. Der Relative-Stärke-Index erreichte zuletzt 71,9 Punkte und signalisiert einen überkauften Zustand. Die kurzfristige Richtung dürfte nun stark vom US-Start abhängen. Liefern die ersten Verschreibungszahlen im Medicare-Programm positive Impulse, könnte die Aktie ihr Jahresminus von gut fünf Prozent zügig abbauen.
Stand heute, 7. Oktober: Novo Nordisk – Kaufen, halten oder verkaufen?
Wer in Novo Nordisk investiert ist oder einen Einstieg prüft, sollte die Lage jetzt neu bewerten. Die Gratis-Analyse vom 7. Oktober gibt die klare Antwort – und zeigt, warum Abwarten gerade jetzt riskanter sein kann, als es wirkt.
