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Novo Nordisk Aktie: 23 Millionen Aktien zurückgekauft

Novo Nordisk profitiert von eigenem Aktienrückkauf und Kurszielanhebung, kämpft aber in Südkorea gegen starke Eli-Lilly-Konkurrenz.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Rückkaufprogramm stützt Aktienkurs
  • HSBC erhöht Kursziel auf 300 Kronen
  • Kurs erholt sich 43% vom März-Tief
  • Wettbewerb in Südkorea bleibt intensiv

Novo Nordisk schließt die Woche bei 43,32 Euro, ein Plus von 1,29 Prozent allein am Freitag. Der Rückkauf eigener Aktien läuft auf Hochtouren. Ein Analyst hebt sein Kursziel an. Die Erholung seit dem Tief im März hält damit an.

Der Rückkauf zieht Tempo an

Seit dem 4. Februar 2026 läuft ein Rückkaufprogramm über bis zu 15 Milliarden dänische Kronen, angesetzt auf zwölf Monate. Für die Phase vom 6. Mai 2026 bis zum 1. Februar 2027 will Novo Nordisk B-Aktien im Wert von bis zu 11,2 Milliarden Kronen zurückkaufen.

Bis zum 3. Juli 2026 hat der Konzern bereits gut 23 Millionen B-Aktien erworben. Der Durchschnittspreis lag bei 270,32 Kronen je Aktie, macht einen Transaktionswert von rund 6,2 Milliarden Kronen. Insgesamt hält Novo Nordisk damit gut 40 Millionen eigene B-Aktien — etwa 0,9 Prozent des Grundkapitals.

Der Effekt ist simpel: Weniger Aktien im Umlauf heben automatisch den Gewinn je Aktie. Zusätzlich sorgt das Programm für einen verlässlichen Käufer im Markt.

HSBC erhöht Kursziel, bleibt aber vorsichtig

HSBC hat sein Kursziel für Novo Nordisk von 280 auf 300 dänische Kronen angehoben. Die Einstufung bleibt bei „Hold“. Die Bank nennt den Rückkauf als einen der Haupttreiber der jüngsten Rally.

Nicht alle Analysten teilen den Optimismus. Der Markt bleibt gespalten: Auf der einen Seite stehen strukturelle Bullen, die auf Rückkauf und Dividende verweisen. Auf der anderen Seite mahnen Skeptiker vor Wachstumsproblemen durch den Preisdruck im GLP-1-Markt.

Charttechnik zeigt Erholung mit Warnsignal

Der Kurs notiert derzeit rund 9,6 Prozent über dem 50-Tage-Durchschnitt von 39,51 Euro und etwa 6,7 Prozent über dem 200-Tage-Durchschnitt von 40,60 Euro. In den vergangenen 30 Tagen legte die Aktie fast 17 Prozent zu. Auf Zwölfmonatssicht steht dennoch ein Minus von 29,22 Prozent, seit Jahresbeginn sind es 3,04 Prozent.

Vom Rekordhoch bei 61,20 Euro aus dem Juli 2025 ist die Aktie weit entfernt. Vom März-Tief bei 30,25 Euro hat sie sich hingegen um mehr als 43 Prozent erholt.

Der RSI-Wert von 66 signalisiert eine Annäherung an überkaufte Zonen. Manche Techniker sehen darin ein Warnsignal für kurzfristige Rücksetzer, auch wenn der übergeordnete Trend intakt bleibt.

Konkurrenzdruck in Südkorea bleibt hoch

Abseits der Kursentwicklung kämpft Novo Nordisk mit einem harten Wettbewerb im GLP-1-Markt. Die koreanische Tochter, die mit Wegovy einst den heimischen Markt für Abnehmspritzen eröffnete, hat kürzlich ihre Organisation umgebaut. Beobachter werten das als Verteidigungsmaßnahme gegen den Herausforderer Eli Lilly.

Nach Angaben aus der Branche vom 7. Juli hat Novo Nordisk Korea seine Abteilungen für Adipositas und Diabetes zusammengelegt. Ziel ist es, Entscheidungen schneller zu treffen und Ressourcen zu bündeln.

Der Abstand zur Konkurrenz ist deutlich. Im ersten Quartal erzielte Eli Lillys Mounjaro in Korea Umsätze von rund 323,2 Milliarden Won — mehr als das Dreifache von Wegovys 104 Milliarden Won. Novo Nordisk senkte den Großhandelspreis für Wegovy daraufhin um etwa 40 Prozent. Den Marktanteilsverlust konnte der Schritt trotzdem nicht stoppen. Eli Lilly legte im Juni mit zusätzlichen hochdosierten Mounjaro-Varianten in Korea nach.

In den USA, dem größten Markt des Konzerns, zeigt sich ein anderes Bild. CEO Mike Doustdar berichtete gegenüber CNBC, Wegovy erreiche mittlerweile 65 Prozent aller Neuverschreibungen im Land. Er bezeichnete die Entwicklung als „Turnaround-Situation“. Eli Lillys Mounjaro und Zepbound wachsen jedoch ebenfalls kräftig — der Wettbewerb zwischen beiden GLP-1-Marktführern bleibt also global intensiv.

Der Rückkauf stützt den Kurs strukturell weiter. Die nächste wichtige Marke sind die Halbjahreszahlen: Sie werden zeigen, ob die Erholung auf echten operativen Fortschritten beruht oder vor allem technischer Natur ist.

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