Novo Nordisk hat ein turbulentes Jahr hinter sich — und ein bemerkenswertes Quartal vor sich. Die Aktie notiert noch immer rund 44 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch. Gleichzeitig zeigt der Kurs seit dem Märztief bei 30,48 Euro eine deutliche Erholung.
Wegovy-Pille trifft Nerv des Marktes
Der entscheidende Treiber: die orale Variante von Wegovy. Seit dem US-Start am 5. Januar 2026 verzeichnet das Medikament mehr als 2 Millionen Rezepte. Allein im ersten Quartal waren es 1,3 Millionen. In der Woche bis zum 17. April überschritten die wöchentlichen Verschreibungen die Marke von 200.000 — ein Tempo, das frühere GLP-1-Launches in den USA klar übertrifft.
Das schlägt sich in den Zahlen nieder. Der Umsatz stieg im ersten Quartal um 24 Prozent auf 96,8 Milliarden Dänische Kronen. Der Gewinn legte sogar um 67 Prozent zu. Auf dieser Basis hat das Management die Jahresprognose angehoben.
Günstige Bewertung, aber Gegenwind bleibt
Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von rund 11 wirkt die Aktie historisch günstig bewertet. Kein Wunder, dass Anleger in den vergangenen 30 Tagen wieder zugegriffen haben — der Kurs legte knapp 13 Prozent zu und liegt aktuell bei 39,33 Euro. Über zwölf Monate steht aber noch ein Minus von 38 Prozent zu Buche.
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Zwei Faktoren könnten den Erholungskurs bremsen: wachsender Wettbewerb im GLP-1-Segment und möglicher Preisdruck. Beide Risiken sind real und dürften das Gesamtjahr begleiten.
ADA-Kongress als nächster Prüfstein
Vom 5. bis 8. Juni präsentiert Novo Nordisk neue Daten aus der kardiometabolischen Pipeline beim Jahreskongress der American Diabetes Association. Im Mittelpunkt stehen die Phase-3-Ergebnisse der REIMAGINE-Studien 1 bis 3 für CagriSema — ein Kombinationspräparat, das Blutzuckerkontrolle und Gewichtsreduktion bei Typ-2-Diabetes verbessern soll. Am 7. Juni folgt ein separates R&D-Event für Investoren.
Die Datenpräsentation wird zeigen, wie breit das Pipeline-Fundament wirklich ist — und ob CagriSema das nächste Kapitel nach Wegovy einleiten kann.
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