Eli Lillys neue Abnehmspille Foundayo ist gestartet — und hat Novo Nordisk bislang kaum beeindruckt. Die Verschreibungsdaten der ersten Wochen erzählen eine klare Geschichte: Der dänische Pharmariese hat im oralen GLP-1-Markt einen Vorsprung aufgebaut, den der amerikanische Rivale noch nicht ernsthaft gefährdet.
Foundayo bleibt weit hinter Erwartungen
In der Woche bis zum 17. April verzeichnete Foundayo laut IQVIA-Daten rund 3.700 Verschreibungen in den USA. Das klingt nach Wachstum — war aber deutlich zu wenig. Deutsche-Bank-Analyst James Shin hatte rund 8.000 Verschreibungen erwartet, um zumindest das relative Verhältnis zum Wegovy-Pillen-Start zu halten.
Der Vergleich fällt drastisch aus. Novos Wegovy-Pille — im Dezember 2025 von der FDA zugelassen und im Januar 2026 eingeführt — erreichte allein in der zweiten Woche nach dem Launch über 18.000 Verschreibungen. Foundayo kommt in seiner zweiten Woche auf weniger als ein Fünftel davon.
Wegovy-Pille zieht neue Patienten an
Novo Nordisk hat mit der Wegovy-Pille inzwischen mehr als 600.000 Verschreibungen angesammelt. Bemerkenswert dabei: Das Produkt scheint den Markt zu erweitern, nicht nur Patienten von Injektionen abzuziehen. Bis zu 25 Prozent der US-Erwachsenen haben Angst vor Nadeln — eine Zielgruppe, die Spritzen bisher gemieden hat.
Für 2026 prognostiziert GlobalData den Wegovy-Portfolioumsatz auf 13,5 Milliarden Dollar. Bis 2031 sollen es 18,9 Milliarden sein. Die Pille allein soll dann 2,76 Milliarden beisteuern.
Medicare-Programm als nächster Wachstumstreiber
Ab dem 1. Juli 2026 können bestimmte Medicare-Versicherte GLP-1-Medikamente über ein temporäres CMS-Programm beziehen — darunter alle Formulierungen von Wegovy und Foundayo. Das Programm läuft bis Ende 2027. Novo Nordisk und Eli Lilly haben im Gegenzug niedrigere Preise akzeptiert. Patienten könnten mit Zuzahlungen von rund 50 Dollar pro Monat rechnen.
Das öffnet einen strukturell neuen Nachfragekanal — und dürfte beiden Unternehmen ab dem zweiten Halbjahr 2026 spürbar zugutekommen.
Aktie erholt sich vom Jahrestief, Rückkauf läuft
Die Novo-Nordisk-Aktie notiert aktuell bei rund 34,84 Euro — rund 50 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 70,13 Euro. Seit dem Jahrestief Ende März hat sich der Kurs um gut 14 Prozent erholt. Das Unternehmen kauft indes eigene Aktien zurück: Seit dem 4. Februar 2026 hat Novo Nordisk knapp 13,4 Millionen B-Aktien zu einem Durchschnittspreis von 256,48 dänischen Kronen erworben. Das entspricht einem Transaktionswert von rund 3,4 Milliarden Kronen. Das Gesamtprogramm ist auf bis zu 15 Milliarden Kronen über zwölf Monate angelegt.
Am 6. Mai legt Novo Nordisk seine Zahlen für das erste Quartal 2026 vor. Es ist der erste Quartalsbericht, der einen vollständigen Zeitraum mit Wegovy-Pillen-Umsätzen abbildet — und damit der erste echte Stresstest für die These, dass Verschreibungsrekorde sich auch in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung niederschlagen.
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