Ein strategischer Deal mit einem der größten Pharmakonzerne der Welt bringt frischen Wind in die Aktie von Novavax. Der Biotech-Spezialist hat eine Lizenzvereinbarung mit Pfizer für seine Adjuvans-Technologie abgeschlossen – und löst damit offenbar eine heftige Reaktion bei einer bestimmten Gruppe von Marktteilnehmern aus.
Der Deal im Detail: Sofortige Liquidität und langfristiges Potenzial
Der Kern der heutigen Bewegung ist eine nicht-exklusive Lizenzvereinbarung für Novavax‘ proprietäres Matrix-M™-Adjuvans. Pfizer erhält Zugang zu der Technologie für die Entwicklung von Impfstoffen in bis zu zwei spezifischen Krankheitsbereichen. Für Novavax bedeutet das nicht nur eine strategische Aufwertung, sondern handfeste finanzielle Vorteile.
Das Unternehmen erhält eine sofortige Vorauszahlung in Höhe von 30 Millionen US-Dollar. Darüber hinaus sind potenzielle Meilensteinzahlungen von bis zu 500 Millionen US-Dollar möglich, die an Entwicklungs- und kommerzielle Erfolge geknüpft sind. Zusätzlich sieht der Vertrag gestaffelte Lizenzgebühren auf den Nettoumsatz im hohen einstelligen Prozentbereich vor. Während Pfizer Entwicklung und Vermarktung übernimmt, bleibt Novavax für die Herstellung des Wirkverstärkers verantwortlich.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Novavax?
Short Squeeze als zusätzlicher Treiber
Die fundamentale Nachricht trifft auf eine Marktstruktur, die die Kursrally zusätzlich befeuern könnte. Die Short-Interest-Quote, also der Anteil leer verkaufter Aktien am Streubesitz, liegt bei beachtlichen 33,8 %. Bei einem „Days to Cover“-Verhältnis von 17,0 Tagen deutet dies auf ein erhebliches Risiko für Leerverkäufer hin. Ein starker Kursanstieg wie der heutige setzt diese Positionen unter Druck und kann zu Nachkäufen führen, um Verluste zu begrenzen – ein klassischer Short Squeeze.
Die Aktie notiert mit rund 8,00 Euro deutlich über ihren wichtigen gleitenden Durchschnitten und hat in den letzten sieben Tagen mehr als 20 Prozent zugelegt. Der RSI von 31,4 deutet trotz des jüngsten Anstiegs nicht auf überkaufte Zustände hin.
Nächster Prüfstein: Die Quartalszahlen
Nach diesem strategischen Update wird der Fokus der Anleger nun wieder auf die fundamentale Geschäftsentwicklung und die Finanzlage des Unternehmens richten. Der nächste Quartalsbericht wird für den 26. Februar 2026 erwartet. Die Konsensschätzungen der Analysten prognostizieren derzeit einen Verlust von etwa 0,56 US-Dollar pro Aktie bei einem Umsatz von rund 85,52 Millionen US-Dollar. Von besonderem Interesse wird sein, wie sich die Vorauszahlung von Pfizer auf die Guidance auswirkt und wie das Unternehmen das Kapital zur Stabilisierung seiner Bilanz nutzen wird.
Novavax-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Novavax-Analyse vom 26. Januar liefert die Antwort:
Die neusten Novavax-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Novavax-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 26. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Novavax: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
