Novartis präsentiert finale Daten für den Hoffnungsträger Vanrafia. Trotz eines knapp verfehlten statistischen Endpunkts am Ende der Studie setzt der Konzern auf eine reguläre US-Zulassung noch in diesem Jahr. Kann die vielversprechende Nieren-Pipeline die drohenden Patentverluste bei anderen Blockbustern rechtzeitig auffangen?
In der groß angelegten ALIGN-Studie zur Behandlung chronischer Nierenerkrankungen (IgAN) zeigte das Medikament Vanrafia über einen Zeitraum von 132 Wochen einen deutlichen Vorteil bei der Nierenleistung. Der Zuwachs der glomerulären Filtrationsrate (eGFR) lag mit einem Plus von 2,59 ml/min signifikant über dem Placebo-Niveau.
Zwar wurde die statistische Signifikanz vier Wochen nach Absetzen des Medikaments (Woche 136) mit einem p-Wert von 0,057 hauchdünn verpasst, doch für die Forschungsabteilung steht die klinische Relevanz außer Frage. Novartis wertet die Daten als Bestätigung für Vanrafia als künftige Basistherapie.
Die Studienergebnisse im Überblick:
- Klinischer Erfolg: Signifikanter eGFR-Vorteil von +2,59 ml/min während der Behandlungsphase.
- Knappe Zielverfehlung: Statistischer Langzeit-Endpunkt in Woche 136 knapp verfehlt (p=0,057).
- Zulassungsplan: Einreichung der Daten für die reguläre US-Zulassung ist noch für 2026 vorgesehen.
- Sicherheit: Das Sicherheitsprofil des Wirkstoffs blieb über den gesamten Zeitraum konsistent.
Dividende soll Patentdruck ausgleichen
Die Fortschritte in der Nieren-Pipeline sind für Novartis essenziell, da bevorstehende Patentabläufe bei umsatzstarken Medikamenten wie Entresto und Promacta das operative Ergebnis im laufenden Jahr belasten könnten. Der Konzern rechnet für 2026 mit einem Rückgang des operativen Gewinns im niedrigen einstelligen Prozentbereich.
Um die Aktionäre trotz der gedämpften Wachstumsaussichten zu überzeugen, setzt die Konzernführung auf eine attraktive Ausschüttungspolitik. Der Verwaltungsrat schlägt für das abgelaufene Geschäftsjahr eine Dividende von 3,70 CHF pro Aktie vor.
Analysten bleiben trotz Gegenwind optimistisch
An der Börse wird die Nachrichtenlage zum Wochenstart ruhig aufgenommen. Mit einem aktuellen Kurs von 125,90 CHF notiert das Papier nur minimal über dem Schlusskurs vom Freitag. Charttechnisch bleibt die Lage konstruktiv: Die Aktie handelt derzeit rund 16 Prozent über ihrem 200-Tage-Durchschnitt von 108,30 CHF, was den mittelfristigen Aufwärtstrend unterstreicht.
Analysten von JPMorgan und der Deutschen Bank bestätigten bereits im Vorfeld der detaillierten Daten ihre Kaufempfehlungen. Marktbeobachter interpretieren die Studiendaten überwiegend positiv, da der medizinische Nutzen zur Nierenprotektion klar erkennbar bleibt und die Zulassungschancen damit intakt erscheinen.
Die nächsten wichtigen Termine stehen bereits fest: Am 6. März 2026 stimmen die Aktionäre auf der Generalversammlung über die vorgeschlagene Dividende ab. Bei einer Annahme wird das Papier am 10. März ex-Dividende gehandelt. Im weiteren Jahresverlauf wird die Reaktion der Zulassungsbehörden auf die vollständigen ALIGN-Daten zum entscheidenden Faktor für die langfristige Bewertung der Pipeline.
Novartis-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Novartis-Analyse vom 16. Februar liefert die Antwort:
Die neusten Novartis-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Novartis-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 16. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Novartis: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
