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Novartis Aktie: Zahlen am 21. Juli

Novartis Quartalsbericht steht im Schatten von drei wichtigen Studienauswertungen mit Milliardenpotenzial.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Quartalszahlen am 21. Juli erwartet
  • Drei Studien mit Milliardenpotenzial
  • Analysten sehen Bewertungsspielraum
  • Aktie konsolidiert nahe Jahreshoch

Juli 2026 seine Zahlen zum zweiten Quartal vor. Für Anleger steht dabei mehr auf dem Spiel als nur die übliche Erwartungsbeurteilung: Der Bericht fällt in eine Phase, in der drei zentrale Studienauswertungen über die künftige Bewertung des Konzerns entscheiden könnten.

Erste Signale aus dem Zahlenwerk

Im ersten Quartal 2026 hatte Novartis mit einem Gewinn je Aktie von 1,99 US-Dollar die Erwartungen von 2,07 US-Dollar verfehlt, bei einem Umsatz von 13,52 Milliarden US-Dollar. Für das zweite Quartal rechnen Analysten nun mit einem Gewinn je Aktie von 2,16 US-Dollar – nach 2,47 US-Dollar im Vergleichsquartal des Vorjahres. Der Rückgang der Erwartung gegenüber dem Vorjahreswert zeigt, dass der Markt bereits einen gewissen Gegenwind eingepreist hat. Ob Novartis die verfehlte Marge aus dem ersten Quartal ausgleichen kann, dürfte am Dienstag im Zentrum der Kommentierung stehen.

Drei Studien als Weichensteller für die zweite Jahreshälfte

Losgelöst vom reinen Zahlenwerk richtet sich der Blick der Investoren zunehmend auf die zweite Jahreshälfte. Reuters berichtete, dass drei Studienauswertungen als entscheidend gelten: Pelacarsen im Bereich Herz-Kreislauf, Remibrutinib bei Multipler Sklerose sowie Del-desiran bei einer genetischen Erkrankung. Analysten taxieren das gemeinsame Spitzenumsatzpotenzial dieser drei Wirkstoffe auf mehr als zehn Milliarden US-Dollar – eine Größenordnung, die bei positivem Ausgang die aktuelle Bewertung von Novartis mit dem 16-fachen Gewinn rechtfertigen würde.

Die Messlatte liegt hoch. Goldman Sachs erwartet laut Reuters, dass mindestens zwei der drei Studien positiv ausfallen müssen, damit der Bewertungsaufschlag gegenüber dem Sektor Bestand hat. UBS wiederum kalkuliert für die Pelacarsen-Studie eine relative Risikoreduktion von rund zwölf Prozent – ein Wert, der als Richtschnur dafür dient, ob das Präparat aus Anlegersicht als Erfolg gilt. Fällt das Ergebnis deutlich darunter aus, dürfte die Reaktion an der Börse entsprechend kritisch ausfallen.

Institutionelle Anleger zeigen sich zurückhaltend

Auf der Investorenseite zeichnet sich ein gemischtes Bild ab. Der US-Vermögensverwalter Dimensional Fund Advisors reduzierte seinen Anteil an Novartis im ersten Quartal 2026 um 4,9 Prozent auf 8,11 Millionen Aktien, was einem Wert von 1,24 Milliarden US-Dollar entspricht. Der Analysten-Konsens bewertet den Titel mehrheitlich mit „Hold“, bei einem Kursziel von 141,20 US-Dollar. Die Zurückhaltung passt zum Bild eines Marktes, der vor den anstehenden Studienauswertungen lieber abwartet, als sich bereits jetzt festzulegen.

Kursverlauf zeigt Konsolidierung nahe der Jahreshochs

Der Aktienkurs notiert aktuell bei 134,60 Euro und gibt am Berichtstag um 0,34 Prozent nach. Damit bewegt sich der Titel gut sechseinhalb Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch von 144,30 Euro, das Ende Februar 2026 erreicht wurde. Seit Jahresbeginn steht dennoch ein Plus von 13,89 Prozent zu Buche – ein Anstieg, der die grundsätzlich positive Grundtendenz des laufenden Jahres unterstreicht, auch wenn die jüngste Konsolidierung nahe der Höchststände zeigt, dass der Markt vor den anstehenden Nachrichten vorsichtiger geworden ist. Die kommenden Tage mit Quartalszahlen und ersten Hinweisen zu den Studienlesungen dürften zeigen, in welche Richtung sich diese Spannung auflöst.

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Felix Baarz

Felix Baarz ist Wirtschaftsjournalist mit mehr als 15 Jahren Erfahrung in der Berichterstattung über internationale Finanzmärkte. Als gebürtiger Kölner begann er seine Laufbahn bei einer deutschen Fachpublikation, bevor er für sechs Jahre nach New York zog.

In New York berichtete er direkt aus dem Zentrum der globalen Finanzwelt über Entwicklungen an der Wall Street und wirtschaftspolitische Entscheidungen von internationaler Tragweite. Diese Zeit prägte seine analytische Herangehensweise an komplexe Wirtschaftsthemen.

Heute arbeitet Baarz als freier Journalist für führende deutschsprachige Wirtschafts- und Finanzmedien. Seine Schwerpunkte liegen auf der fundierten Analyse globaler Finanzmärkte und der verständlichen Aufbereitung wirtschaftspolitischer Zusammenhänge. Neben seiner schriftlichen Arbeit moderiert er Fachdiskussionen und nimmt an Expertenrunden teil.

Sein journalistischer Ansatz kombiniert tiefgreifende Recherche mit präziser Analyse, um Lesern Orientierung in einer sich wandelnden Wirtschaftswelt zu bieten.