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Novartis Aktie: Zacks senkt Q3-EPS auf 2,22 Dollar

Novartis verzeichnet Kursgewinn dank Pluvicto-Zulassung, während Zacks Research die Gewinnprognose für Q3 2026 leicht reduziert.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Kursplus von 1,76 Prozent
  • Zacks senkt EPS-Prognose
  • FDA-Zulassung für Pluvicto
  • Sandoz-Abspaltung erfolgreich

Die Aktie des Schweizer Pharmakonzerns Novartis rückt zum Ende der Handelswoche verstärkt in das Blickfeld der Marktteilnehmer. Während das Unternehmen operativ von einer deutlichen Ausweitung des Einsatzgebietes seines Hoffnungsträgers Pluvicto profitiert, nehmen Analysten eine differenzierte Bewertung der kurzfristigen Gewinnentwicklung vor. Im heutigen Handel legt das Papier um 1,76 Prozent zu und notiert bei 134,22 Euro.

Korrektur der Gewinnerwartungen für das dritte Quartal

Analysten von Zacks Research haben ihre Prognosen für den Gewinn je Aktie (EPS) im dritten Quartal 2026 angepasst. In einer aktuellen Einschätzung senkten die Experten ihre Erwartung auf 2,22 US-Dollar, nachdem zuvor noch ein Wert von 2,30 US-Dollar prognostiziert worden war. Für das gesamte Geschäftsjahr 2026 geht das Analysehaus nun von einem Gewinn je Aktie in Höhe von 8,82 US-Dollar aus, womit es leicht unter der allgemeinen Konsensschätzung von 8,85 US-Dollar liegt.

Trotz der angepassten Quartalsprognose wird die Novartis-Aktie weiterhin mit dem Prädikat „Hold“ eingestuft. Das Kursziel siedeln die Analysten bei 141,20 US-Dollar an. In der mittelfristigen Betrachtung zeigt die Aktie eine solide Performance und konnte seit Jahresbeginn um 13,57 Prozent zulegen.

Pluvicto-Expansion treibt die operative Entwicklung

Ein wesentlicher Faktor für das künftige Wachstum bleibt die Marktpositionierung bei radiopharmazeutischen Therapien. Die jüngste FDA-Zulassung für das Medikament Pluvicto hat die potenzielle Patientenbasis für diese Behandlung nahezu verdoppelt. Diese Entwicklung folgt auf ein starkes zweites Quartal, in dem Novartis einen Umsatz von 14,95 Milliarden US-Dollar und einen Gewinn je Aktie von 2,41 US-Dollar auswies.

Das Medikament wird insbesondere im Bereich der Prostatakrebs-Behandlung als strategischer Pfeiler gesehen. Die Fähigkeit des Konzerns, neue Zulassungen in breiteren Anwendungsgebieten zu erwirken, stützt die Erwartungen an die Innovationskraft des Portfolios nach der Neuausrichtung des Unternehmens auf innovative Arzneimittel.

Drei Jahre nach der Abspaltung von Sandoz

Die strategische Transformation von Novartis wird auch durch den Blick auf die ehemalige Generika-Sparte Sandoz deutlich. Drei Jahre nach der Trennung hat sich das nun eigenständige Unternehmen fest am Markt etabliert. In der ersten Jahreshälfte 2026 konnte Sandoz den Umsatz um 10 Prozent auf 5,8 Milliarden US-Dollar steigern, während der Gewinn um 9 Prozent auf 3 Milliarden US-Dollar kletterte. Ein besonderer Wachstumstreiber sind Biosimilars, die mittlerweile ein Drittel des Umsatzes ausmachen.

Die erfolgreiche Abspaltung ermöglicht es Novartis, sich vollständig auf margenstarke, patentgeschützte Medikamente zu konzentrieren. Für Anleger bleibt die Kursentwicklung dennoch anspruchsvoll: Mit dem aktuellen Niveau notiert der Wert rund 7 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch von 144,30 Euro, das Ende Februar erreicht wurde. Während Sandoz im kommenden Monat in den Schweizer Leitindex SMI aufsteigen wird, fokussiert sich Novartis auf die Bewältigung künftiger Herausforderungen wie die globale Patentklippe, die laut Branchenberichten in den nächsten zehn Jahren ein Volumen von rund 650 Milliarden US-Dollar erreichen könnte.

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Diskussion zu Novartis

Eduard Altmann

Eduard Altmann ist Finanzexperte mit über 25 Jahren Erfahrung an den globalen Finanzmärkten. Als Analyst und Autor beim VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft spezialisiert er sich auf Aktienmärkte, Gold, Silber, Rohstoffe und den Euro.

Altmann ist überzeugter Verfechter des Value-Investing und identifiziert unterbewertete Unternehmen mit hohem Wachstumspotenzial. Sein Börsendienst "Megatrend-Depot" vermittelt praxisnahe Strategien erfolgreicher Value-Investoren. Mit seinem Motto "Manage dein Vermögen selbst" inspiriert er Anleger zur eigenverantwortlichen Vermögensverwaltung.

Seine Analysen basieren auf der fortschrittlichen Gann-Strategie, die präzise Vorhersagen für Rohstoffmärkte ermöglicht. Diese technische Analysemethode kombiniert historische Daten mit Zyklusanalysen und macht seine Marktprognosen besonders treffsicher.

Durch zahlreiche Publikationen und verständliche Erklärungen komplexer Finanzthemen unterstützt Altmann sowohl Einsteiger als auch erfahrene Investoren bei fundierten Anlageentscheidungen. Seine Arbeit verbindet theoretische Expertise mit praktischen Empfehlungen für den strategischen Vermögensaufbau.