Ein Kassenschlager bricht weg, vier neue Produkte springen ein. Novartis zeigt im zweiten Quartal 2026, wie ein Pharmakonzern den Verlust seines wichtigsten Medikaments abfedern kann. Die Zahlen übertreffen die Erwartungen der Analysten, doch der Umbruch im Portfolio ist unübersehbar.
Entresto bricht ein, neue Marken retten die Bilanz
Der Umsatz mit dem Herzmedikament Entresto brach im Quartal massiv ein. Generika-Konkurrenz frisst sich durch das einstige Zugpferd des Konzerns. Trotzdem wuchs der Gesamtumsatz bis Ende Juni um ein Prozent auf 14,4 Milliarden US-Dollar.
Vier Produkte tragen diese Entwicklung:
- Kisqali: Umsatzplus von 43 Prozent
- Kesimpta: Steigerung um 32 Prozent
- Scemblix: Zuwachs von 89 Prozent
- Pluvicto: Plus von 43 Prozent
Das operative Kernergebnis lag bei 5,94 Milliarden US-Dollar und übertraf die Markterwartungen. Auch der Gewinn je Aktie von 2,41 US-Dollar lag über dem Konsens der Analysten.
Zwei strategische Weichenstellungen im Juli
Novartis sichert seine Zukunft nicht nur über laufende Produkte, sondern auch über neue Zulassungen und Zukäufe. Am 16. Juli erhielt Fabhalta die reguläre FDA-Zulassung zur Behandlung der IgA-Nephropathie. In Studien verlangsamte das Präparat die Verschlechterung der Nierenfunktion bei betroffenen Patienten deutlich.
Der Konzern baut zudem sein Onkologie-Portfolio aus. Am 6. Juli kündigte Novartis die Übernahme von Myricx Bio an, ein Deal mit einem Gesamtwert von bis zu 1,5 Milliarden US-Dollar. Davon fließen 1,1 Milliarden US-Dollar sofort, weitere 400 Millionen US-Dollar hängen an definierten Meilensteinen. Novartis sichert sich damit Zugang zu neuartigen Antikörper-Wirkstoff-Konjugaten – einer Technologie, die in der Krebstherapie zunehmend an Bedeutung gewinnt.
Kurs nahe am Rekordhoch
Die Aktie schloss am Freitag bei 136,10 Euro, ein Minus von 0,56 Prozent zum Vortag. Seit Jahresbeginn steht dennoch ein Plus von gut 15 Prozent zu Buche. Zum 52-Wochen-Hoch von 144,30 Euro aus Ende Februar fehlen der Aktie noch knapp sechs Prozent.
Bernstein Research hob das Kursziel nach den Zahlen auf 132,84 Franken an, stuft die Aktie aber weiter nur mit „Market-Perform“ ein. Die DZ Bank sieht den fairen Wert bei 130 Franken und bleibt bei „Halten“. Beide Kursziele liegen damit unter dem aktuellen Handelsniveau.
Der nächste wichtige Termin steht bereits fest: Am 27. Oktober 2026 legt Novartis die Zahlen für das dritte Quartal vor. Dann zeigt sich, ob Kisqali, Kesimpta, Scemblix und Pluvicto den Entresto-Ausfall auch über den Sommer hinaus tragen können.
Novartis-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Novartis-Analyse vom 26. Juli liefert die Antwort:
Die neusten Novartis-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Novartis-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 26. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Novartis: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
