Novartis Biomedical Research schließt sich mit CAS zusammen, einer Abteilung der American Chemical Society. Im Mittelpunkt der gestern bekannt gegebenen Kooperation steht die Aufbereitung chemischer Versuchsdaten für Algorithmen und maschinelles Lernen. Wissenschaftler des Unternehmens sollen künftig deutlich effizienter auf komplexe Reaktionsmuster zugreifen können.
Standardisierung von Millionen Reaktionen
Die Zusammenarbeit sieht vor, interne experimentelle Reaktionsdaten von Novartis über den CAS Intelligence Hub zu strukturieren und zu vereinheitlichen. Diese Datensätze werden mit mehr als 160 Millionen kuratierten Reaktionen aus der CAS Content Collection zusammengeführt.
Auf Grundlage der Architektur von CAS SciFinder entsteht eine maßgeschneiderte Suchplattform, über die Forscher interne und externe Laborergebnisse zeitgleich analysieren und miteinander verknüpfen können.
Das gemeinsame Vorhaben soll die Grundlage für moderne Rechenmodelle legen. Geplant ist, die Daten für künftige Anwendungen wie große Sprachmodelle und agentische KI nutzbar zu machen. Die Verknüpfung der Informationsbestände soll dazu beitragen, computergestützte Forschungsprojekte zu beschleunigen und neue Synthesewege im Labor gezielter zu planen.
Ausblick auf die Zwischenbilanz
Neben den technologischen Weichenstellungen in der Wirkstoffforschung rückt für Anleger das operative Tagesgeschäft in den Fokus. Novartis plant die Veröffentlichung der Bilanz für das dritte Quartal 2026 für den 27. Oktober. Im vorangegangenen zweiten Quartal hatte das Unternehmen einen Umsatz von 11,39 Milliarden Schweizer Franken sowie ein Ergebnis je Aktie von 1,35 Schweizer Franken ausgewiesen.
Mit dem anstehenden Berichtstermin wird sich zeigen, wie sich die Ertragskraft im zweiten Halbjahr behauptet. Für Marktteilnehmer steht dabei im Vordergrund, in welchem Umfang die Erlöse im weiteren Jahresverlauf an die vorangegangenen Perioden anknüpfen können.
An der Börse bewegte sich der Titel nach der Ankündigung kaum. Im Handel notiert die Novartis-Aktie heute bei 127,98 Euro, was einem leichten Minus von 0,2 Prozent entspricht. Seit dem Jahresanfang verbucht das Papier damit ein Plus von 8,3 Prozent.
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