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Symbolbild, KI-generiert

Novartis Aktie: Abogen-Wette für Immunologie?

Die Vereinbarung umfasst 575 Millionen US-Dollar vorab sowie mögliche Meilensteine und Lizenzgebühren für den Autoimmun-Wirkstoff.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Weltweite Exklusivrechte an ABO2203 vereinbart
  • 575 Millionen US-Dollar als Vorabzahlung
  • Zusätzliche Zahlungen an Entwicklungsfortschritte geknüpft
  • Quartalszahlen für den 27. Oktober angekündigt

Mit einer milliardenschweren Einlizenzierung verstärkt Novartis die eigene klinische Forschung im Bereich der Immunologie. Der Schweizer Pharmakonzern vereinbarte am gestrigen Freitag eine weltweite Lizenz- und Optionsvereinbarung mit dem chinesischen Biotech-Unternehmen Abogen Biosciences.

Im Mittelpunkt der Kooperation steht der Wirkstoffkandidat ABO2203, ein mRNA-kodierter CD19xCD3-T-Zell-Engager, der für den Einsatz gegen Autoimmunerkrankungen erforscht wird.

Strukturierte Zahlungen für weltweite Exklusivrechte

Die vertragliche Vereinbarung sichert Novartis die weltweiten Exklusivrechte an ABO2203 sowie Optionen auf zusätzliche Forschungsprogramme. Finanziell ist die Zusammenarbeit gestaffelt aufgebaut: Abogen Biosciences erhält eine feste Vorabzahlung in Höhe von 575 Millionen US-Dollar. Bei Erreichen definierter Entwicklungs-, Zulassungs- und Vermarktungsschritte können weitere erfolgsabhängige Meilensteinzahlungen hinzukommen.

Diese potenziellen Meilensteine belaufen sich laut Unternehmensangaben auf bis zu 7,2 Milliarden US-Dollar. Darüber hinaus wurden zusätzliche Lizenzgebühren auf spätere Produkterlöse vereinbart, wodurch das Abkommen einen rechnerischen Gesamtwert von bis zu 7,8 Milliarden US-Dollar erreichen kann.

Wie Reuters berichtet, zielt die Technologie darauf ab, körpereigene T-Zellen gezielt gegen fehlgeleitete B-Zellen zu steuern, um schwere Autoimmunerkrankungen zu behandeln.

Zurückhaltung an den Finanzmärkten

Trotz des Ausbaus der therapeutischen Pipeline reagierten die Marktteilnehmer zunächst verhalten auf die angekündigten finanziellen Verpflichtungen. Am Freitag ging die Novartis-Aktie mit einem leichten Abschlag von 0,4 Prozent bei 125,16 Euro aus dem Handel.

Marktberichten zufolge wogen Anleger die langfristigen Chancen des Forschungsansatzes gegen die anfänglichen Mittelabflüsse und Entwicklungsrisiken ab. Auf Sicht von 30 Tagen verzeichnet das Papier damit einen Rückgang um 10 Prozent.

Auf Analystenseite hatte die Deutsche Bank die Einstufung für den Titel am 29. September mit einer Halteempfehlung bestätigt. Das Kursziel für die Aktie bezifferten die Experten der Bank unverändert auf 120 Schweizer Franken.

Nächste operative Wegmarken

Die Transaktion reiht sich in die fortlaufende Neuausrichtung des Basler Konzerns ein, der sich verstärkt auf innovative Plattformtechnologien konzentriert. In einem früheren Schritt hatte Novartis bereits vor rund zwei Wochen eine positive CHMP-Empfehlung für das Medikament Cosentyx zur Behandlung von Polymyalgia rheumatica erhalten.

Konkrete operative Einblicke in den laufenden Geschäftsbetrieb erwarten Investoren in wenigen Wochen. Novartis hat angekündigt, die detaillierten Zahlen für das dritte Quartal sowie die ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2026 am 27. Oktober vorzulegen. Neben der Umsatzentwicklung etablierter Präparate dürften dabei auch die strategischen Forschungsausgaben im Fokus der Marktbeobachter stehen.

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