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Symbolbild, KI-generiert

Novartis Aktie: 8,7-Prozent-Sturz nach Pelacarsen-Rückschlag

Novartis verliert 8,7 Prozent nach verfehltem Pelacarsen-Studienziel. Zugleich sorgen Remibrutinib, Alteogen und Stellenpläne für neue Akzente.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Pelacarsen erreicht Studienziel nicht
  • Novartis stoppt acht Zelltherapie-Studien
  • Remibrutinib überzeugt bei Multipler Sklerose
  • Jefferies bestätigt Hold-Einstufung

Die Novartis-Aktie verbucht am heutigen Dienstag deutliche Verluste, nachdem eine zentrale Hoffnung in der Medikamenten-Pipeline die klinischen Erwartungen nicht erfüllen konnte.

Das Pharmaunternehmen muss einen Rückschlag bei der Entwicklung des Mittels Pelacarsen hinnehmen, was die Unsicherheit über die künftige Wachstumsdynamik im Herz-Kreislauf-Segment erhöht. Das Papier notiert aktuell bei 122,00 Euro, was einem Minus von 8,7 % gegenüber dem Vortag entspricht.

Pelacarsen verfehlt klinische Ziele

Am Freitag bestätigten Novartis und der Partner Ionis Pharmaceuticals, dass der Wirkstoff Pelacarsen in einer großangelegten Phase-3-Studie den primären Endpunkt verfehlt hat. Ziel der Untersuchung war es nachzuweisen, dass das Medikament das Risiko für schwerwiegende kardiovaskuläre Ereignisse wie Herzinfarkte oder Schlaganfälle senkt.

Zwar konnte Pelacarsen die Werte des Lipoproteins(a) im Blut wie geplant reduzieren, doch dieser Effekt führte nicht zu der erhofften klinischen Verbesserung für die Patienten. Laut Berichten von Reuters rückt durch dieses Ergebnis die verbleibende Pipeline des Konzerns stärker in den Fokus der Marktteilnehmer.

Parallel zu diesem Rückschlag musste Novartis am 01. September zudem eine Pause in seinem experimentellen Zelltherapie-Programm „rap-cel“ bekannt geben. Acht klinische Studien in den Bereichen Autoimmunerkrankungen und Neurologie wurden gestoppt, nachdem drei Todesfälle infolge schwerer immunologischer Reaktionen aufgetreten waren. Onkologische Studien des Programms sind von dieser Maßnahme nicht betroffen.

Lichtblicke bei Multipler Sklerose und neue Kooperationen

Trotz der jüngsten Hiobsbotschaften meldete Novartis am 01. September auch einen Forschungserfolg. Der Wirkstoff Remibrutinib erreichte in zwei späten Studien die Hauptziele bei der Behandlung von schubförmiger Multipler Sklerose. Das Unternehmen beabsichtigt, auf Basis dieser Daten weltweit Zulassungsanträge zu stellen und die vollständigen Ergebnisse im Oktober zu präsentieren.

Zudem treibt der Konzern seine technologische Aufstellung voran. Am 02. September wurde ein Lizenzgeschäft mit dem Unternehmen Alteogen über bis zu 3,22 Milliarden US-Dollar bekannt. Die Vereinbarung sichert Novartis den Zugang zur Hybrozyme-Technologie, mit der intravenös verabreichte Arzneien in einfachere, injizierbare Versionen umgewandelt werden können.

Operativ plant Novartis am Standort Basel/Kleinbasel eine Straffung: Medienberichten zufolge könnten rund 130 Stellen wegfallen, da Kapazitäten in der Biologika-Produktion und Labore in das bestehende europäische Herstellungsnetzwerk verlagert werden.

Analysten reagieren verhalten

Die Experten von Jefferies bewerteten die Situation am gestrigen Montag und beließen die Einstufung für den Titel auf „Hold“ bei einem Kursziel von 110 Schweizer Franken. Durch den Kurssturz hat sich das technische Bild der Aktie signifikant verschlechtert.

Der Wert notiert nun mit einem Abstand von 5,4 % unter seinem gleitenden Durchschnitt der vergangenen 200 Tage. Zudem hat sich die Differenz zum 52-Wochen-Hoch auf ein Minus von 15 % ausgeweitet.

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