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Northern Data Aktie: 85,2 Prozent bei Rumble

Nach Ablauf der Annahmefrist kontrolliert Rumble 85,2 Prozent der Aktien. Das Delisting aus München steht unmittelbar bevor.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Rumble hält nun 85,2 Prozent
  • Kein Abfindungsangebot für Aktionäre
  • Aktie verliert seit Jahresbeginn 58,78 Prozent
  • Delisting noch im Juni 2026 erwartet

Das Tauschangebot ist abgelaufen. Wer seine Northern-Data-Aktien nicht angedient hat, steht jetzt vor einem engen Zeitfenster — und einem Delisting ohne Abfindung.

Rumble hält 85,2 Prozent, das Angebot ist Geschichte

Am 8. Juni 2026 gab Rumble Inc. die endgültigen Ergebnisse bekannt. Insgesamt wurden rund 8,17 Millionen Aktien angedient — 46,2 Prozent jener Aktien, die nicht durch Transaktionsunterstützungsvereinbarungen gebunden waren. Inklusive dieser zugesagten Pakete kontrolliert Rumble nun 85,2 Prozent aller ausstehenden Northern-Data-Aktien.

Die weitere Annahmefrist lief am 1. Juni 2026 ab. Das Angebot kann nicht mehr angenommen werden. Der Transaktionsabschluss wird für Mitte Juni erwartet — alle behördlichen Genehmigungen liegen vor.

Kein Abfindungsangebot, Liquidität schwindet

Unmittelbar nach dem Abschluss plant Northern Data den Antrag auf Delisting aus dem m:access-Segment der Börse München. Ein gesondertes Abfindungsangebot ist nicht vorgesehen und auch rechtlich nicht erforderlich.

Verbliebene Aktionäre müssen mit stark sinkender Liquidität und fehlender Preistransparenz rechnen. Der rechnerische Ankerpunkt des Tauschangebots: 2,0281 neu ausgegebene Rumble-Class-A-Aktien pro angedienter Northern-Data-Aktie.

Kurs im freien Fall, RSI tief im Keller

Die Kursbewegungen der vergangenen Wochen sprechen für sich. Am Freitag schloss die Aktie bei 5,80 Euro — ein Tagesplus von 7,11 Prozent, das aber kaum tröstet. Auf Sieben-Tage-Sicht steht ein Minus von 53,56 Prozent, seit Jahresbeginn summieren sich die Verluste auf 58,78 Prozent. Das 52-Wochen-Hoch vom Juni 2025 lag bei 28,92 Euro — knapp 80 Prozent über dem aktuellen Kurs.

Die annualisierte 30-Tage-Volatilität liegt bei über 138 Prozent. Den RSI bei 23,3 Punkten würden Techniker als überverkauft bezeichnen. Kursrelevant ist das kaum noch: Was die Aktie bewegt, ist der Delisting-Zeitplan — nicht die operative Entwicklung.

Solide Zahlen, die niemanden mehr retten

Das erste Quartal 2026 lief operativ gut. Northern Data erzielte 43 Millionen Euro Umsatz und steigerte die GPU-Auslastung von 62 Prozent im Dezember 2025 auf rund 85 Prozent im März 2026. Tochter Taiga Cloud betreibt einen der größten GPU-Cluster Europas. Ardent Data Centers verfügt über rund 250 MW installierter oder bis 2027 geplanter Kapazität an acht Standorten weltweit.

Diese Infrastruktur fließt nun vollständig in den Rumble-Konzern ein. Rumble und Northern Data wollen gemeinsam eine führende Kraft in KI-Rechenleistung, Cloud-Infrastruktur und digitaler Videotechnologie aufbauen.

Für verbliebene Aktionäre ändert das nichts. Das Delisting kommt — voraussichtlich noch im Juni 2026.

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Diskussion zu Northern Data

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

Heute teile ich meine Expertise durch den Newsletter "Chartanalyse-Trends", den Börsendienst "Momentum Trader", Vorträge auf Messen wie der Invest Stuttgart sowie YouTube-Videos. Mein "Timing is Money"-Ansatz identifiziert optimale Ein- und Ausstiegszeitpunkte für Aktien, Gold, Kryptowährungen und weitere Anlageklassen.