Northern Trust hat am Donnerstag mit seinen Zahlen für das vierte Quartal die Erwartungen übertroffen – die Aktie reagierte prompt und kletterte auf ein neues Allzeithoch von 157,60 Dollar. Im vorbörslichen Handel am 22. Januar 2026 legte der Titel weitere 4,56 Prozent auf 151 Dollar zu. Doch was steckt hinter dieser beeindruckenden Rally?
Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Der Gewinn je Aktie stieg im vierten Quartal auf 2,42 Dollar – ein Plus von 7 Prozent im Jahresvergleich und deutlich über den Analystenschätzungen von 2,36 Dollar. Der Nettogewinn kletterte auf 466 Millionen Dollar, während die Einnahmen um 8,1 Prozent auf 2,13 Milliarden Dollar zulegten.
Gebühren und Zinsen als Kurstreiber
Was trieb das Wachstum konkret an? Zum einen die Marktrally: Die verwalteten Vermögen unter Verwahrung sprangen um 11 Prozent auf 18,7 Billionen Dollar nach oben, die Vermögen unter Management um 12 Prozent auf 1,8 Billionen Dollar. Das bescherte Northern Trust 7 Prozent höhere Gebühreneinnahmen aus Vermögensverwaltung und verwandten Dienstleistungen – der wichtigsten Ertragsquelle des Unternehmens.
Gleichzeitig explodierte der Zinsüberschuss um 14 Prozent. CEO Michael O’Grady hob in seiner Stellungnahme besonders die positive operative Hebelwirkung von vier Prozentpunkten im vierten Quartal hervor – ein Ergebnis aus mittlerem einstelligen Gebührenwachstum, zweistelligem Zinsüberschuss und diszipliniertem Kostenmanagement.
Neue Mittelfristziele setzen Maßstäbe
Besonders bemerkenswert: Northern Trust erhöhte seine mittelfristigen Finanzziele. Die Vorsteuerrendite soll nun 33 Prozent erreichen – eine deutliche Anhebung der bisherigen Zielmarke. Die Eigenkapitalrendite wird im mittleren Teenagerbereich angepeilt. Für das vierte Quartal erreichte das Unternehmen bereits eine Vorsteuerrendite von 30,3 Prozent und eine Eigenkapitalrendite von 15,4 Prozent.
Das Verhältnis von Ausgaben zu Treuhandgebühren verbesserte sich im Gesamtjahr 2025 um mehr als 100 Basispunkte – ein Zeichen für gestiegene Effizienz. Für 2026 erwartet das Management ein Wachstum des Zinsüberschusses im niedrigen bis mittleren einstelligen Bereich sowie eine positive operative Hebelwirkung von mehr als einem Prozentpunkt.
Segmente im Aufwind
Ein Blick auf die einzelnen Geschäftsbereiche zeigt: Das Wealth-Management-Segment, das 30 Prozent der Forbes-400-Milliardäre betreut, verwaltet nun 507 Milliarden Dollar – ein Anstieg von 13 Prozent. Asset Servicing betreut 17,42 Billionen Dollar (+11 Prozent), während das Asset-Management-Segment mit 1,8 Billionen Dollar ein Plus von 12 Prozent verzeichnete.
Die Kapitalposition blieb mit einer CET1-Quote von 12,6 Prozent zum 31. Dezember 2025 solide. Im Gesamtjahr 2025 schüttete Northern Trust 1,9 Milliarden Dollar an die Aktionäre aus – 1,3 Milliarden Dollar durch Aktienrückkäufe und 600,5 Millionen Dollar durch Dividenden. Die Ausschüttungsquote lag bei 111 Prozent.
Kann Northern Trust diesen Schwung in 2026 halten? Die angehobenen Ziele und die starke Marktpositionierung deuten darauf hin – die Anleger scheinen jedenfalls überzeugt.
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