Norfolk Southern startet heute einen wichtigen Ausbau seiner New England-Verbindung, während die Konkurrenz die geplante Mega-Fusion mit Union Pacific frontal angreift. Der Bahnbetreiber steht an einem entscheidenden Wendepunkt.
Heute früh verließ der erste Doppelstock-Containerzug Chicago in Richtung Ayer, Massachusetts. Dieser neue Service markiert den offiziellen Start der erweiterten Intermodal-Verbindung von Norfolk Southern nach Neuengland. Die Nutzung von neu gesicherten Gleisrechten auf dem CSX-Netz östlich von Albany ermöglicht es dem Unternehmen, den engpassbehafteten Hoosac Tunnel zu umgehen.
Durch die nun mögliche Doppelstock-Technologie erwartet Norfolk Southern eine Kapazitätssteigerung von etwa 30 Prozent auf der Strecke. Diese operative Effizienzverbesserung ist ein Kernstück der Produktivitätsstrategie für 2026, mit der das Unternehmen steigende Arbeitskosten ausgleichen will.
Konkurrenten wehren sich gegen Mega-Fusion
Gleichzeitig verschärft sich der regulatorische Kampf um die geplante transkontinentale Fusion mit Union Pacific. In dieser Woche reichten die vier großen Konkurrenten BNSF, CPKC, CSX und CN formelle Einwände bei der Aufsichtsbehörde STB ein.
Die Rivalen werfen Norfolk Southern und Union Pacific vor, einen „unvollständigen und grundlegend fehlerhaften“ Antrag eingereicht zu haben. Sie kritisieren das Fehlen wesentlicher Details zum Fusionsvertrag und eine unzureichende Analyse der Wettbewerbsauswirkungen an wichtigen Knotenpunkten wie Chicago. CPKC warnt, die Schaffung eines transkontinentalen Giganten würde das nordamerikanische Bahnnetz „dauerhaft verzerren“.
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Norfolk Southern wies die Vorwürfe als „verfahrenstechnische Nebelkerzen“ der Konkurrenz zurück. Das Unternehmen betont die Vorteile einer nahtlosen, kostengünstigeren Lieferkette über 43 Bundesstaaten hinweg.
Entscheidende Wochen stehen bevor
Die nahe Zukunft des Unternehmens wird von zwei Terminen geprägt:
- Die Aufsichtsbehörde STB wird voraussichtlich Ende Januar darüber entscheiden, ob der Fusionsantrag als „vollständig“ eingestuft wird. Diese Entscheidung bestimmt, ob das formelle Prüfverfahren beginnen oder sich deutlich verzögern wird.
- Am 29. Januar 2026 veröffentlicht Norfolk Southern die Quartalszahlen für Q4 2025. Der Markt erwartet, dass sich erste Vorteile aus neuen Tarifverträgen und Produktivitätsgewinnen in der bereinigten Gewinn pro Aktie zeigen werden.
Die Aktie notierte zuletzt bei rund 290 US-Dollar. Die weitere Kursentwicklung hängt maßgeblich vom regulatorischen Ausgang der Fusion ab.
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