Nordex verbindet seinen ersten Auftrag aus Neuseeland mit einer langfristigen Servicevereinbarung. Wie das Unternehmen heute mitteilte, bestellt Mercury Windenergieanlagen für den Windpark Puke Kapo Hau in Otago. Zum Auftrag gehört ein Servicevertrag über 30 Jahre. Damit umfasst die Vereinbarung nicht nur die Anlagenlieferung, sondern auch eine langfristige Betreuung des Projekts.
Mercury bestellt Anlagen für Otago
Der Auftrag umfasst 40 Windenergieanlagen des Typs N133/4.8 mit einer Gesamtleistung von 192 MW. Mercury ist der Auftraggeber des ersten neuseeländischen Projekts für Nordex.
Für Anleger sind dabei zwei Aspekte zu unterscheiden: Der Anlagenauftrag erweitert das Projektgeschäft geografisch. Die Servicevereinbarung ergänzt ihn um eine langfristige vertragliche Bindung. Der Neuseeland-Auftrag ist damit nicht allein eine Nachricht über zusätzliche bestellte Leistung, sondern auch über den Umfang der Zusammenarbeit mit Mercury.
Die Vereinbarung trifft auf eine Phase, in der Nordex seine Erwartungen an die Profitabilität bereits angehoben hat. Der neue Auftrag und die verbesserte Ergebnisprognose betreffen allerdings unterschiedliche Ebenen: Der Vertrag steht für zusätzliches Geschäft, der Ausblick für die erwartete Ertragskraft des Unternehmens.
Höhere Margenerwartung als finanzieller Hintergrund
Am 15. Oktober meldete Nordex vorläufige, ungeprüfte Zahlen für das dritte Quartal 2026. Der Umsatz lag bei rund 2.187 Millionen Euro, das EBITDA bei rund 278 Millionen Euro.
Diese Ergebnisse bilden den finanziellen Hintergrund der jüngsten Auftragsmeldung. Für die Einordnung ist wichtig, zwischen bereits gemeldeten Quartalswerten und Erwartungen für das Gesamtjahr zu unterscheiden.
Die EBITDA-Marge erreichte im dritten Quartal 12,7 %. Für das Gesamtjahr 2026 erhöhte Nordex die Prognose auf 11,5–12,5 %.
Die höhere Margenerwartung ging nicht mit einer Anhebung des Umsatzziels einher. Die Veränderung des Ausblicks betrifft damit die Profitabilität und nicht die erwartete Umsatzspanne.
Zuvor hatte Nordex eine EBITDA-Marge von 8,0–11,0 % erwartet. Die Umsatzprognose blieb bei 8,2–9,0 Milliarden Euro.
Vollständige Ergebnisse als nächster Prüfpunkt
Der nächste angekündigte Termin ist der 5. November 2026. Dann will Nordex die vollständigen Ergebnisse für das dritte Quartal 2026 veröffentlichen.
Für Anleger stehen damit zwei Entwicklungen nebeneinander: Nordex gewinnt mit Mercury einen ersten Auftrag in Neuseeland samt langfristigem Servicevertrag. Zugleich liegt die Messlatte für die Jahresprofitabilität nach den vorläufigen Quartalszahlen höher. Der vollständige Bericht bietet den nächsten Anlass, die operative Entwicklung hinter dieser angehobenen Erwartung einzuordnen.
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