Lange Zeit galt die Windkraftbranche als margenschwach und kapitalintensiv. Mit dem integrierten Jahresgeschäftsbericht 2025 belegt der Turbinenbauer nun einen fundamentalen Wandel. Neben einer verdoppelten operativen Marge kündigt das Management erstmals in der Unternehmensgeschichte eine konkrete Ausschüttungspolitik für die Aktionäre an.
Historische Zäsur bei der Ausschüttung
Die operativen Fortschritte des vergangenen Jahres spiegeln sich deutlich in der Bilanz wider. Die EBITDA-Marge verdoppelte sich 2025 auf 8,4 Prozent, womit Nordex ein wichtiges mittelfristiges Profitabilitätsziel ein ganzes Jahr früher als geplant erreichte. Gleichzeitig stieg der Auftragseingang um 22,5 Prozent auf über 10 Gigawatt an.
Diese fundamentale Stärke honoriert auch der Kapitalmarkt. Nach einem massiven Wertzuwachs von über 153 Prozent in den vergangenen zwölf Monaten notiert das Papier aktuell bei 43,16 Euro und hält sich damit in direkter Schlagdistanz zum 52-Wochen-Hoch. Auf Basis dieser soliden Finanzlage führt das Unternehmen nun eine Dividendenpolitik ein. Ab dem Jahr 2027 sollen jährlich mindestens 50 Millionen Euro an die Anteilseigner zurückfließen. Für das laufende Jahr 2026 peilt der Vorstand zunächst eine weitere Umsatzsteigerung auf 8,2 bis 9,0 Milliarden Euro bei einer Marge von bis zu 11,0 Prozent an.
Nachhaltigkeit als institutioneller Magnet
Parallel zu den Finanzkennzahlen baut Nordex seine Position im Bereich der ökologischen Nachhaltigkeit aus. Die installierten Windenergieanlagen des Konzerns vermieden im Jahr 2025 insgesamt 92,2 Millionen Tonnen CO₂-Äquivalente, was einen deutlichen Sprung gegenüber den 69,1 Millionen Tonnen aus dem Jahr 2023 darstellt. Auch intern greifen die Maßnahmen: Die direkten und energiebezogenen Treibhausgasemissionen sanken seit 2022 um über 36 Prozent.
Für institutionelle Investoren mit strengen ESG-Mandaten liefert der Bericht ein entscheidendes Kriterium. Die Umsätze der Nordex Group sind zu 100 Prozent konform mit der EU-Taxonomie. In Kombination mit etablierten externen Bewertungen, wie dem „BBB“-Rating von MSCI, qualifiziert sich das Unternehmen damit zunehmend für große, nachhaltig ausgerichtete Kapitalallokationen.
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Service-Verträge sichern Cashflow
Dass das operative Geschäft nahtlos weiterläuft, beweist ein frischer Inlandsauftrag aus Nordrhein-Westfalen. Vergangene Woche sicherte sich Nordex das 49-Megawatt-Projekt Heek-Strönfeld.
Besonders relevant an diesem Abschluss ist der inkludierte 25-jährige Premium-Servicevertrag. Mit mittlerweile fast 14.000 gewarteten Turbinen weltweit transformiert sich Nordex zunehmend zu einem Unternehmen mit gut prognostizierbaren Cashflows. Diese wiederkehrenden Einnahmen aus dem Service-Segment reduzieren die Abhängigkeit von schwankenden Investitionszyklen spürbar.
Der Weg zu einer nachhaltig höheren Profitabilität ist mit dem neuen Mittelfristziel einer EBITDA-Marge von 10 bis 12 Prozent klar skizziert. Die Kombination aus Volumenwachstum, expandierenden Service-Margen und der strikten EU-Taxonomie-Konformität bildet das belastbare Fundament für die geplante Dividendenpolitik ab 2027.
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